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Ortsrat kriegt sich über Gestaltung in die Wolle

Grundschule Rethen Ortsrat kriegt sich über Gestaltung in die Wolle

Eine Idee von SPD und Grünen hat ein eigentümliche Debatte im Ortsrat Rethen ausgelöst: Die Gruppe hatte vorgeschlagen, Flure und Treppen als Modellversuch mit Zahlen, Winkelangaben und Ähnlichem so zu gestalten, dass die Kinder nebenbei lernen. Die Opposition hält einen Beschluss für überflüssig.

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Nachdem die Erweiterung der Grundschule im Ortsrat glatt durchging, kriegen sich die Mitglieder über eine Gestaltungsidee im Inneren in die Wolle.

Quelle: Dorndorf

Rethen. Eingebracht hat die Idee SPD-Ratsherr Heiko Schönemann: In einem Facebook-Beitrag im Internet sei er darauf gestoßen, wie andere Schulen ihre Räume so gestalten, dass die Kinder schon im Vorbeigehen etwas lernen. In den dortigen Bildern war beispielsweise das Einmaleins auf Treppenstufen zu sehen. "Richtig gut fand ich das Beispiel, bei dem Gradzahlen auf dem Fußboden unter der Tür aufgemalt waren." Die Schüler können so anschaulich ablesen, wie viel Grad die Tür gerade geöffnet ist. "Das ist aus meiner Sicht klasse, weil es keine großen Kosten verursacht."

Die rot-grüne Ortsratsgruppe hat daraufhin offiziell beantragt zu prüfen, ob so etwas auch für die Grundschule Rethen sinnvoll wäre, wo die Hinweise angebracht werden könnten und welche Kosten damit verbunden wären. Um das normale Schulbudget nicht zu belasten, müsste gegebenenfalls Geld bereit gestellt werden. Möglicherweise würde sich die Innovation auch als Modellversuch für Laatzen eignen.

Die CDU im Ortsrat lehnte das Vorhaben bei der Sitzung am Montagabend hingegen ab. "Wir finden, der Antrag ist nicht an der richtigen Stelle", begründete dies Ortsratsmitglied Elke Heinrich. Wenn die Schule so etwas möchte, könne sie es im Zuge der Gespräche zum Erweiterungsbau selbst als Idee einbringen. "Man darf so etwas nicht Aufstülpen."

Ernesto Nebot (SPD) versicherte, dass seine Gruppe nichts Aufstülpen, sondern der Schule die Möglichkeit zur Verschönerung geben wolle. "Es geht darum, die Steifheit aus dem Gebäude zu nehmen. Wenn die Schule das nicht möchte, muss man es nicht machen." Am Ende setzte sich die rot-grüne Mehrheit gegen die Stimmen der CDU durch. Lediglich Ausschussmitglied Peter Friedsch (CDU) enthielt sich.

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Zahlenwissen dank Treppensteigen haben sich diese Kindergartenkinder aus dem Raum Osnabrück angeeignet. Auf den Setzstufen der Grundschule könnte künftig sogar das Einmaleins stehen.

Quelle: Friso Gentsch
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