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SPD und Linke bleiben Podiumsdiskussion fern

Laatzen-Mitte SPD und Linke bleiben Podiumsdiskussion fern

Spitzenkandidaten von CDU, Grünen, FDP und GFW haben am Montagabend auf Einladung des Forums 2014 im Erich-Kästner-Schulzentrum über Themen der am 11. September anstehenden Kommunalwahl diskutiert. SPD und Linke blieben der Veranstaltung fern.

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Christoph Dreyer (CDU, von links), Moderator Joachim Döring, Gerd Apportin (Grüne), Dirk Weissleder (FDP) und Rainer Picht (UWG) diskutieren im Forum des Erich-Kästner-Schulzentrums über die Themen der Parteien zur Kommunalwahl 2016.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. Die SPD begründete ihre Absage damit, dass sie zeitgleich in Rats- und Parteiarbeit eingebunden sei, verlas Moderator Reinhard Gitzka vom Veranstalter Forum 2014 unter dem Raunen der rund 70 Besucher eine Erklärung der Sozialdemokraten. Die Linke habe zur Einladung gar keine Stellungnahme abgegeben. Die beiden vorgesehen Plätze auf dem Podium blieben während der zweieinhalbstündigen Diskussion leer.

Bei der Debatte standen insbesondere die Themen Sauberkeit, Wohnungsmangel, Bürgernähe, die Sanierung der Schulen und des Rathauses sowie Überlegungen zu einem Behindertenbeirat und zur Barrierefreiheit zur Sprache.

Großes Aufregerthema war der Müll in Laatzen. Christoph Dreyer (CDU) riet dazu, die örtlichen Vertreter der Parteien als Lobbyisten zu nutzen. Gerd Apportin (Grüne) verteidigte das Vorgehen der Stadt, öffentliche Papierkörbe in Laatzen abzubauen. "Es kam immer wieder vor, dass Leute ihre Müllsäcke in den Mülleimern entsorgt haben." Zudem benötige die Stadt zur Leerung zusätzliches Personal und Fahrzeuge. Dirk Weissleder (FDP) verwies auf die hohe Fluktuation in Laatzens Wohnungen. "Es ist schwierig, die Bürger davon zu überzeugen, ihren Müll nicht auf die Straße zu werfen." Rainer Picht von der Gemeinschaft Freier Wähler (GFW) forderte auch ein eigenes Engagement der Bürger.

Wenig Hoffnung machten die Redner hinsichtlich günstigen Wohnraums. "Es ist nicht unsere Aufgabe, Wohnen an jedem Standort zu ermöglichen", sagte Weissleder, der den Bund in der Pflicht sieht. Auch Dreyer machte deutlich, dass die Stadt nicht für Mietverträge verantwortlich ist. "Sie beeinflusst auch nicht den Markt." Die Schaffung von sozialem Wohnraum sei ohne Wohnungsbauförderung nicht möglich, betonte auch Apportin. Alle Redner waren sich darüber einig, dass in Laatzen Bauplätze fehlen. Notfalls müssten die Bürger auf günstigere Orte außerhalb von Laatzen ausweichen, sagte Picht. Dreyer schlug hingegen die Nachverdichtung bestehender Grundstücke und die Umwidmung von Gewerbegebieten in Mischgebiete vor.

In der Frage nach einem Behindertenbeirat gingen die Meinungen weit auseinander. Weissleder und Picht plädieren für einen Beirat, Dreyer kann sich auch "Alternativen vorstellen, die man wählen kann." Apportin sagte, die Zahl der Stimmberechtigen in den Ausschüssen sei ausgereizt. "Sie können ihre Anliegen genauso gut über die Parteien kundtun."

Laut Picht sei in den vergangenen Jahren zu wenig in Sachen Barrierefreiheit passiert. Fehlplanungen beim Leineplatz und am Kreisverkehr an der Marktstraße hätten verhindert werden können. "Wir müssen davon ausgehen, dass das Votum der Experten auch trägt", entgegnete Weissleder, der wie Dreyer und Apportin Investitionen zur Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden begrüßt.

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Von Daniel Junker

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