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Sammelunterkünfte sind Standard für Flüchtlinge

Laatzen Sammelunterkünfte sind Standard für Flüchtlinge

Sammelunterkünfte bleiben vorerst die Standard-Unterkunft für Flüchtlinge in Laatzen: Nur für rechnerisch jeden Fünften ist Platz in kleineren von der Stadt angemieteten oder gekauften Immobilien. Klar ist auch: Die 200 Plätze in der Halle des Erich-Kästner-Schulzentrums (EKS) werden alle benötigt.

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Mit der für Dienstag erwarteten Aufnahme von 34 weiteren Flüchtlingen werden 164 Syrer, Iraner, Iraker, Afghanen und Pakistani in der Schulturnhalle II des Erich-Kästner-Schulzentrums wohnen. Bis Ende April sollen alle 200 Betten belegt sein. Das Bild zeigt das Camp kurz vor seiner Belegung Anfang Februar.

Quelle: Daniel Junker (Archiv)

Laatzen. Bis zuletzt hatte es stets geheißen, in der Halle II würden "150 bis 200" Plätze belegt. Mit der für Dienstag angekündigten Ankunft und Aufnahme von 34 Männern in Laatzen werden dann 164 Syrer, Iraner, Iraker, Afghanen und Pakistani in der Schulturnhalle untergebracht, erklärte Stadtsprecher Matthias Brinkmann.

Von den Laatzen bis Ende April zugewiesenen 392 Flüchtlingen werden weiterhin 79 erwartet. "In der Halle sind noch 36 Plätze frei, die werden wir auch voll ausnutzen müssen", sagte Brinkmann. Alle weiteren Menschen sollten auf frei gewordene Plätze in der Ingeln-Oesselser Sammelunterkunft sowie auf elf Wohnungen verteilt werden, die bereits von der Stadt angemietet oder gekauft wurden oder wo der Abschluss bevor steht. "Die Verträge sind ausgehandelt und liegen zur Unterschrift vor", so Brinkmann. Erfreulicherweise gebe es weiterhin ein gewisses "Grundrauschen" von Vermietern, die der Stadt Immobilien anböten. Aktuell wohnen 115 Menschen in von ihr gekauften oder angemieteten Wohnungen und Häusern.

Langfristig setzt die Stadt Laatzen weiter auf die dezentrale Unterbringung, kurzfristig ist dies aber unmöglich. Derzeit gibt es dort 432 Plätze in Sammelunterkünften, die entweder schon ausgelastet sind oder es wie im Falle der Sporthalle bald sein werden: 65 im Altbau des Asylbewerberheims in Rethen, 56 in Ingeln-Oesselse, 59 in einem früheren Messehotel in Gleidingen sowie 252 in den temporären Unterkünften in der Turnhalle (200 Plätze) und der Grundschule Rathausstraße (52).

Sollten die beiden temporären Sammelunterkünfte am EKS und in Alt-Laatzen wie geplant zum Sommer aufgelöst, müssten für diese und die bis Jahresende neu aufzunehmenden Flüchtlinge – die Rede war zuletzt von rund 400 – neue Plätze gefunden werden.

Das frühere Bürogebäude an der Gutenbergstraße soll ab Ende April bezugsfertig und für rund 200 Menschen umgebaut sein. Zum Jahreswechsel soll zudem ein Modulgebäude an der Pestalozzistraße für etwa 60 Menschen errichtet werden. Zudem ist die Stadt mit der Region Hannover wegen des möglichen, kurzfristigen Baus einer weiteren Sammelunterkunft aus Raummodulen im Gespräch.

Alle weiteren bisher offiziell bekannten Projekte, darunter der Neubau bei der Asylbewerber- und Obdachlosenunterkunft in Rethen für weitere 130 Menschen sowie das geplante Sozialbauprojekt am Kreuzweg in Alt-Laatzen werden frühestens 2017 fertig.

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Von Astrid Köhler

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