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Sandmaster siebt Scherben aus Spielflächen

Rethen Sandmaster siebt Scherben aus Spielflächen

Die Stadt lässt derzeit rund 8000 Quadratmeter Sandflächen auf städtischen Spielplätzen reinigen - von einer Spezialfirma aus Baden-Württemberg. Diese bringt mit ihrem Gerät namens Sandmaster rund 80 Anlagen wieder auf Vordermann.

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Andreas Fabian siebt den Sand mit dem sogenannten Sandmaster.

Quelle: Lisa Malecha

Rethen. Im Schritttempo schiebt Andreas Fabian den laut ratternden Sandmaster über den Spielplatz an der Wilhelm-Hauff-Straße. Das Förderband der Maschine gräbt sich dabei tief in den Sand und schleudert ihn durch ein grobmaschiges, senkrecht stehendes Sieb. Alles, was größer als etwa fünf bis acht Millimeter ist, prallt ab und landet in einem Korb. Und das ist so einiges, weiß Andreas Fabian: "Wir finden hier eigentlich alles, was man verlieren kann, vom Ehering über Glasscherben bis hin zu Spielzeug - aber auch Spritzen haben wir ab und zu im Sieb." Seit mehr als zwölf Jahren sind er und seine Kollegen mit der Reinigung der Sandflächen auf den städtischen Spielplätzen beauftragt.

Alle zwei Jahre wird der Sand gereinigt. "Wir setzten dabei auf das spezielle Verfahren der Firma, weil der Sand hierbei nicht zerhackstückt sondern nur gesiebt wird", erläutert Sven Achtermann, Leiter des Grünflächenteams. Das sei wichtig, um den Sand auch von Kot, Laub und anderen organischen Stoffen zu befreien. In diesem Jahr werden so rund 80 der über 100 Anlagen und damit etwa 8000 Quadratmeter Sand gereinigt, ergänzt Magdalena Pietschmann, die bei der Stadt für Spielplätze verantwortlich ist.

Etwa 100 Quadratmeter schafft Fabian in der Stunde - wenn nicht zu viel Gras im Sand wächst. "Bei zu viel Grünzeug braucht man schon mal doppelt so lange", sagt er, während er das Sieb der Maschine reinigt. "Hier zum Beispiel wächst viel - die Wurzeln verstopfen dann das Sieb und man muss es oft reinigen." Alle paar Meter bleibt Fabian stehen und entleert den Auffangkorb. "Hier haben wir bisher nur Wurzeln", sagt er und fügt hinzu: "Aber auch Kleingeld finden wir sicherlich noch." Fabian und Kollegen betrachten das als so etwas wie ihr persönliches Trinkgeld. Erfahrungsgemäß liegt davon so viel auf den Spielplätzen, dass er und sein Team sich täglich eine Kiste Wasser kaufen können. "Vor allem unter Spielgeräten, an denen sich die Kinder überschlagen, fallen viele Münzen aus ihren Taschen", sagt er, während er den Korb wieder in die Maschine schiebt, sie startet und wieder zu schieben beginnt.

"Das geht ganz schön in die Arme - da weiß man abends, was man getan hat." Immerhin wiegt das Gerät, dass sich die Firma aus dem baden-württembergischen Wendlingen hat patentieren lassen, rund eine Tonne. "Sicherlich gibt es ähnliche Maschinen, viele kommen aber nicht so tief in den Sand rein", sagt Fabian. Wenn man nur die oberen zehn Zentimeter abschabe, bleibe die Fläche darunter hart. Außerdem belüfte das System den Sand, stabilisiere den Säurewert und verhindere so einen fauligen Geruch. Gleichwohl denkt die Stadt darüber nach, eine eigene Maschine anzuschaffen. "Wir suchen allerdings noch nach einer passenden Lösung", sagt Achtermann.

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Von Lisa Malecha

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