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Schleuser in Laatzen gefasst
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Laatzen Schleuser in Laatzen gefasst

In einem Großeinsatz hat die Bundespolizei auf der Suche nach Mitgliedern einer internationalen Schleuserbande mehrere Wohnungen in ganz Deutschland durchsucht. Zwei Verdächtige wurden in Laatzen-Mitte festgenommen.

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Symbolbild.

Quelle: Schaarschmidt

Laatzen. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Essen durchsuchten Ermittler der Bundespolizei am Dienstag 37 Wohnungen und Geschäftsräume in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt. In einem Hochhaus an der Albert-Schweitzer-Straße nahmen Beamte einen 25-jährigen Syrer und eine 26-jährige Deutsche in einer Privatwohnung fest.

Die Bundespolizei in Berlin ermittelt seit April 2012: Den 37 Beschuldigten - überwiegend Syrer oder Menschen syrischer Herkunft - wird vorgeworfen, als Teil einer international agierenden Bande mindestens 270 Menschen, ebenfalls vornehmlich Syrer, nach Deutschland und in andere Schengen-Staaten geschleust zu haben. Pro Person bekamen sie dafür zwischen 4500 und 17000 Euro. Die Schleuser hätten wohl familiäre Kontakte genutzt, um zur Flucht bereite Frauen und Männer im Flugzeug, Schiff oder auf dem Landweg aus dem Land im Nahen Osten herauszubringen, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Hannover. Hintergrund ist der Bürgerkrieg in Syrien.

Die Bundespolizeidirektion Hannover war mit 75 Beamten an dem Einsatz beteiligt. Die Ermittlungen richteten sich außer gegen die Laatzener auch gegen einen 43-jährigen Syrer aus Bremen, einen 30-jährigen Syrer aus dem Landkreis Oldenburg, einen 28-jährigen Syrer aus dem Landkreis Cloppenburg, einen 36-jährigen Syrer aus Oldenburg sowie einen 52-jährigen Deutschen syrischer Herkunft aus Geesthacht. Die Beamten stellten Mobiltelefone, Notebooks und Computer sicher, bei dem 52-Jährigen in Geesthacht zudem etwa 100.000 Euro.

Im westfälischen Ahlen war die Spezialeinheit GSG9 im Einsatz. Auch in Frankreich und der Türkei wurde gefahndet. Schwerpunkt der europaweiten Aktion sei jedoch Deutschland gewesen, sagte der Sprecher.

Die Hauptdrahtzieher innerhalb der Schleuserbande müssen mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr rechnen.

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HAZ-Redakteur/in Sandra Schütte

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