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Schüler bauen eine Stadt aus Lego

Laatzen-Mitte Schüler bauen eine Stadt aus Lego

Seit Donnerstag wird im Foyer der Grundschule Im Langen Feld kreativ gewerkelt: Drei Tage lang errichten Kinder aus den Laatzener Grundschulen Pestalozzistraße und Im Langen Feld eine Stadt aus Lego. Am Sonnabend können sich Interessierte das Ergebnis anschauen.

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Nick (10, vorne links) und Lavin (10) setzen ein Fußballfeld aus Bausteinen zusammen, im Hintergrund basteln Aimee (9, links) und Sondos (9) an einer Lego-Friends-Schule.

Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

Laatzen-Mitte. Überall an den Tischen im Foyer der Schule im Langen Feld werden Steine aufeinander gesetzt. Immer wieder entwickeln sich Gespräche, oft bauen die Jungen und Mädchen aber auch ganz still vor sich hin - denn die meisten sind bei ihrem Schaffen voll konzentriert. Innerhalb von drei Tagen entsteht in der Eingangshalle der Grundschule eine ganze Stadt aus Lego. An den Tischen setzen die Schüler die einzelnen Komponenten - Häuser, Autos, Boote, Schulen und sogar Riesenräder - in Zweier- und Dreiergruppen zusammen, danach werden sie auf dem riesigen zentralen Tisch zu einer Stadtlandschaft zusammengesetzt.

Während David und Alissa gerade an einem "schönen großen Wohnhaus" bauen, setzen Lara Sophie und Elina gleich nebenan ein Lego-Friends-Boot zusammen. Um sich die Arbeit zu erleichtern, haben sie die Bausteine zunächst farblich sortiert. "Das wird bestimmt gut", sind sich die beiden Grundschülerinnen einig. Lavin und Nick (beide 10), die beide gerne Fußball spielen, setzen ein Lego-Stadion zusammen. "Man kann hier auch mal was ganz Großes bauen", sagt Nick.

Initiiert hat die Aktion die Initiative Laatzen Kids, die benachteiligte Kinder mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen in Laatzen unterstützt. Die Initiative hat den Verein "Das kunterbunte Kinderzelt" gebucht, der zehntausende Legosteine mit nach Laatzen gebracht hat. "Wir wollen den Kindern eine Freude bereiten", sagt Hanna Müller. Um die Aktion zu ermöglichen, die insgesamt 1200 Euro kostet, hat der Verein Spenden eingeworben. Die Eltern der Jungen und Mädchen beteiligen sich mit sechs Euro pro Kind - inklusive Mittagessen.

"Die Kinder sollen beim Bauen der Legostadt viel Spaß haben", sagt Frank Rütten, Projektleiter des Vereins "Das kunterbunte Kinderzelt". Beim Basteln in der Gruppe lernten die Jungen und Mädchen aber auch Kommunikation und Teamfähigkeit. "Sie müssen sich konzentrieren und Schritt für Schritt arbeiten." Darüber hinaus werde die Kreativität gefördert - zumal die Kinder in einer speziellen Bauphase auch eigene Objekte ohne Anleitung erstellen sollen, die dann ebenfalls in die Stadt eingesetzt werden. 

Darüber hinaus initiiert der Verein Projekte und Hilfe für Kinder. "Insbesondere engagieren wir uns in der Stadt Balan in Rumänien", sagt Rütten. In der Stadt habe es früher Kupferbergwerke gegeben. "Als diese nichts mehr einbrachten, wurden der ganzen Stadt Strom und Gas abgestellt." Viele Einwohner seien heute verarmt, die Arbeitslosigkeit liege bei 85 Prozent. "Von den einst 25.000 Einwohnern leben heute nur noch 8000 dort, 3500 davon seien Kinder", sagt Rütten. Viele Eltern seien zum Arbeiten ins Ausland gegangen, deshalb lebten in Balan heute viele Kinder auf der Straße. Der Verein bilde Erzieher aus, übernehme Patenschaften, organisiere Familienhilfe und habe dort sogar einen Kindergarten gebaut. Unterstützt würden auch regionale Hilfsprojekte in Deutschland. "Diese Arbeit wird mit der Legostadt finanziert."      

Am Sonnabend, 18. März, können sich Eltern, Freunde und andere Interessierte die fertige Legostadt anschauen und dabei die Baukunst der Kinder bewundern. Die öffentliche Präsentation beginnt um 16 Uhr in der Grundschule Im langen Feld in Laatzen-Mitte.

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Von Daniel Junker

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