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Laatzen

Schüler der AES werden zu Orks und Kriegern


Am Wochenende haben sich 20 Schüler der Albert-Einstein-Schule (AES) aus Laatzen auf dem Rittergut Brokeloh in mythische Welten begeben. Die in Laatzen angebotenen Live-Rollenspiele kommen auch regional an: Die Jugendpflege ist beauftragt worden, auch das nächste Jungencamp der Region zu konzipieren.
Jeannette Schoenwiese von der Laatzener Jugendpflege als Ork-Schamanin.

Jeannette Schoenwiese von der Laatzener Jugendpflege als Ork-Schamanin.

© Heimatzeitungen

Laatzen. Es ist schon zum Fürchten, wie sich Jeannette Schoenwiese von der Laatzener Jugendpflege am Wochenende in Schale geworfen hat. Mit gehörntem Helm und grauem Fell als Ork-Schamanin verkleidet, baute sie sich vor der Reisegruppe auf, die durch das mythische Sylvanien streunte. Die Reisegruppe, das waren rund 20 Schüler der Albert Einstein-Schule (AES) in Laatzen, die am Wochenende im Rahmen einer dreitägigen AG-Abschlussfahrt das Rittergut Brokeloh nahe dem Steinhuder Meer aufsuchte.

Die Larp-AG – die Abkürzung steht für „Live Action Roll Playing“ – hat sich monatelang auf die drei Tage vorbereitet. Im Rollenspiel ging es darum, die neue, böse Macht in Sylvanien mithilfe von Magie und Alchemie zu besiegen. Die Schüler konnten ihren jeweilige Figur dabei selbst wählen. „Die Fahrt ist mit einem Rund-um-die-Uhr-Improvisationstheater ohne Zuschauer zu vergleichen“, sagt Jugendpfleger Oliver Spatz. Um das Ganze realistisch zu gestalten, hatten Schüler, Jugendpfleger und ehrenamtliche Helfer Requisiten und Kostüme hergestellt.

Mit Bedacht wurde auch der Ort gewählt: Das Rittergut bietet historisches Ambiente – und dort wird einmal jährlich das Mythodea-Festival ausgetragen. „Mit 5000 Besuchern ist das die größte Larp-Veranstaltung der Welt“, sagt Spatz. Geschlafen haben die AES-Schüler im Heuhotel. Einziger Wermutstropfen: Der anhaltende Regen machte den Aufenthalt im Freien nicht zum Vergnügen.

Neben dem Spaß, den das Rollenspiel bereitet, verfolgt die Jugendpflege mit dem Angebot auch pädagogische Ziele. „Da können auch einmal die sonst Zurückhaltenden zu mächtigen Kriegern werden“, sagt Spatz – und umgekehrt. Und ganz nebenbei sei der mittelalterliche Fantasy-Kontext eine gute Gelegenheit, auf Handy, Fernseher und andere Medien zu verzichten.

Das Laatzener Konzept hat sich unterdessen regional herumgesprochen: Der Jugendarbeitskreis der Region Hannover (JAK) habe entschieden, das Laatzener Team mit dem inhaltlichen Angebot für das nächste Jungencamp der Region zu beauftragen, berichtet Spatz. Bis zu 70 Jungen zwischen zehn und 13 Jahren fahren dann vom 1. bis zum 3. Juni zum Jugendzeltplatz in Eltze. Mit dabei sind die Jugendpflege aus Barsinghausen, Burgdorf, Garbsen, Hemmingen, Wennigsen, Wunstorf – und natürlich Laatzen.

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