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Schüler wollen Kino & Co - Politik findet's gut

Laatzen Schüler wollen Kino & Co - Politik findet's gut

So einfach kann Kommunalpolitik sein: Am Montagabend haben Schüler des Politik-Rollenspiels Pimp Your Town erstmals einen Antrag in einem echten Ratsausschuss vorgetragen. Der Vorschlag, ein kulturelles Zentrum in Laatzen zu schaffen, wurde einstimmig angenommen - mit einem großen Aber.

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Die EKG-Schüler Hares (von links), Frederik und Vivien stellen ihren Antrag im Laatzener Ausschuss für Gesellschaft, Sport und Soziales vor.

Quelle: Dorndorf

Laatzen. Mit einigem Selbstbewusstsein trugen Vivien Schnell, Frederik Dreyer und Hares Rasuli vom Erich-Kästner-Gymnasium ihren Antrag im Ausschuss für Gesellschaft, Sport und Soziales vor. "Die Stadt wird aufgefordert, sich für die Entwicklung eines multifunktionalen, kulturellen Zentrums einzusetzen", heißt es darin in knappen Worten. Neben dem Leine-Center als wirtschaftlichen Zentrum könnte ein Kulturangebot als Bereicherung des sozialen Zusammenlebens in Laatzen dienen.

Gemeint sei damit nicht unbedingt ein eigenes Gebäude, stellte Frederik Dreyer klar. "Es kann auch eine offene Fläche sein" - etwa am Marktplatz. Gezeigt werden könnten dort dann Theater- oder Filmvorführungen. Dass es dabei finanzielle Grenzen gibt, ist dem Trio durchaus bewusst. Bei der Filmauswahl etwa könnte man etwa ältere Filme setzen, die weniger kosten.

Nach einigem Lob von Seiten der Ausschussmitglieder und der Klärung einiger Detailfragen machte Bürgermeister Jürgen Köhne deutlich, dass die Umsetzung der Idee nur unter Vorbehalt zu haben ist. "Das ist eine ganz schwierige Aufgabenstellung für eine Stadt. So etwas wie ein Kino aus dem Boden zu stampfen, wird schwierig", sagte Köhne. Allerdings könne man versuchen, kulturelle Arbeit langfristig an einem Ort zu konzentrieren - geeignet seien etwa die Foren der beiden Schulzentren. "Ich könnte mir auch vorstellen, dass man perspektivisch schaut, ob es mit bürgerschaftlichem Engagement gemeinsam mit Sponsoren oder Vereinen die Möglichkeit gibt, ein kulturelles Zentrum für die Menschen in dieser Stadt zu schaffen."

Gestellt hatten den Antrag nicht die Schüler, sondern aus formalen Gründen eine interfraktionelle Gruppe von Mitgliedern der SPD, Grünen, Linken und CDU. Entsprechend einstimmig fiel der Beschluss, der noch den Rat passieren muss.

Acht weitere Schüleranträge sollen in den nächsten Wochen in den Ratsgremien behandelt werden. Hervorgegangen sind sie aus dem Politik-Planspiel Pimp Your Town, das im Februar an allen weiterführenden Schulen in Laatzen veranstaltet wurde.

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