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Schwarzstörche machen Rast in der Leinemasch

Rethen Schwarzstörche machen Rast in der Leinemasch

Weißstörche kennt wohl jedes Kind. Die gleichfalls in Europa brütenden Schwarzstörche, die noch vor einigen Jahrzehnten vom Aussterben bedroht waren, sind hingegen viel seltener anzutreffen. Dieser Tage haben mehrere Exemplare in der Leinemasch gerastet. Nach dem Hochwasser gibt's dort viel Nahrung.

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Schwarzstörche sammeln sich derzeit ebenso wie Weißstörche, um sich in Kürze auf den Weg nach Süden zu machen. Die Schnabelfärbung dieser von Leser Winfried Burczyk in der Rethener Leinemasch fotografierten Tiere macht deutlich, dass es sich überwiegend um Jungvögel handelt.

Quelle: privat

Rethen. Der Grund, warum sich die Schwarzstörche auf ihrem Zug gen Süden zurzeit in der Leineaue aufhalten, sei die zurückliegende Überschwemmung, erklärt der Weißstorchbeauftragte der Region Reinhard Löhmer. Überall fänden sich Flachwasser und Flutmulden, in denen die Tiere stochern und lebendes ebenso wie totes Getier finden könnten.

Auf dem Speiseplan der Störche stehen alle sauerstoff-atmenden Lebewesen der Grasnarbe - dazu gehören Schnakenlarven, Regenwürmer, Maulwürfe sowie Feld- und Wühlmäuse - aber auch Fische, die mit dem Hochwasser aus Teichen aufgeschwommen und nun in Flutmulden leichte Beute sind. "Nicht in jedem Jahr haben wir im August, also zur Zugzeit, eine solche Hochwassersituation", betonte Löhmer: "2017 ist ein ziemlicher, für die Störche passender Glücksfall."

Noch Mitte des 20. Jahrhunderts war der Schwarzstorch in Niedersachsen vom Aussterben bedroht. Nach Angaben des Nabu hat sich der Bestand jedoch vor allem seit Beginn der Achtzigerjahre wieder erholt. Er setzt sich inzwischen aus etwa 60 Brutpaaren zusammen.

Schwarzstörche seien eigentlich jedes Jahr im August zu sehen, auch in der Leinemasch, betont der Weißstorchexperte Löhmer. Die Truppgröße werde größer je weiter die Störche nach Süden ziehen. Mitunter vergesellschafteten diese sich auch mit Weißstörchen. Zwischen Bordenau und Schloss Ricklingen seien ihm Anfang August mehr als 80 Weißstörche und 56 Schwarzstörche gemeldet worden. "Viele sind noch da", so Löhmer. Letzlich siege aber der Zugtrieb und alle Störche machten sich auf den Weg nach Süden.

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Von Astrid Köhler

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