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Senioren klagen über viele Raser

Laatzen-Mitte Senioren klagen über viele Raser

Seit zwei Wochen ist die Gutenbergstraße eine Einbahnstraße. Der Verkehr zwischen Messe und Laatzen-Mitte wird seitdem über die Mergenthalerstraße umgeleitet - und führt nun direkt an Viktors Residenz Margarethenhof vorbei.

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Der Heimbeirat der Seniorenresidenz Margarethenhof klagt noch immer über zu viel Verkehr auf der Mergenthalerstraße. Insbesondere machen den Senioren die zu schnell fahrenden Autos in der Tempo-30-Zone zu schaffen.

Laatzen. Bereits am ersten Tag hatte die Heimleitung deutlich mehr Verkehr vor dem Seniorenheim bemerkt und insbesondere über viel zu schnell fahrende Autos in der Tempo-30-Zone geklagt. Dies habe sich bislang nicht geändert, sagt Heimbeirat Martin Frisch. „Die Situation hat sich meines Erachtens sogar noch verschärft“, klagt der 75-Jährige. „Phasenweise können die Bewohner die Straße nicht mehr überqueren, weil es zu gefährlich ist.“

Frisch fordert, dass die Umleitung anders gestaltet wird - und hat dafür auch schon gemeinsam mit der Heimleitung Vorschläge gemacht: „Eine Möglichkeit wäre, den Verkehr großräumig von der Kronsbergstraße über die Karlsruher Straße und die Erich-Panitz-Straße umzuleiten“, sagt Frisch. Eine Alternative dazu wäre, die Mergenthalerstraße ebenfalls zu einer Einbahnstraße zu machen. „So hätten wir das Verkehrsaufkommen vor dem Heim zumindest reduziert.“

Die Umleitung wurde am 26. August eingerichtet, weil die Kräne für die Errichtung des Gutenbergquartiers mangels Platz auf der Fahrbahn postiert werden mussten. Klar ist, dass sich die Situation an der Gutenbergstraße nicht kurzfristig ändern wird: Die Stadt hat wegen der Baustelle eine Umleitung bis Jahresende angekündigt. Frisch glaubt sogar, dass sie noch viel länger bestehen bleiben könnte. „An der Baustelle für die neuen Häuser an der Mergenthalerstraße standen zwei Kräne über die gesamte Bauzeit. Ich befürchte, dass das auch an der Gutenbergstraße der Fall sein wird.“

Der Heimbeirat fordert, dass die Situation nachhaltig entschärft wird: Schon beim regulären Verkehr ohne Umleitung würden viele zu schnell durch die Tempo-30-Zone fahren. Jetzt sei die Situation viel schlimmer - insbesondere in den frühen Morgen- und späten Abendstunden, wenn weniger Verkehr durch die Straße rollt. „Zeitweise ist es nahezu unmöglich, die Straße zu überqueren.“ Insbesondere gelte dies für Senioren mit Rollstuhl oder Rollator.

Die Polizei hat die Situation im Auge und an einem Tag bereits Tempomessungen vorgenommen. „Natürlich gibt es dort im Moment mehr Verkehr als zuvor“, sagt der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Gordon Hartmann. Hinweise auf gefährliche Situationen seien allerdings noch nicht ein- gegangen. Tempomessungen am 27. August hätten ergeben, dass einige Autofahrer dort zu schnell unterwegs sind. Die Situation halte sich aber im Rahmen: „Im Vergleich zu anderen Tempo-30-Zonen gibt es keinen wesentlichen Unterschied“: Zwischen 8.20 und 9.20 Uhr wurden elf Fahrer verwarnt, zwischen 13 und 14 Uhr gab es vier Verstöße. Der schnellste Fahrer wurde mit Tempo 50 geblitzt.

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