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Siemens zieht auf den Laatzener Festplatz

Alt-Laatzen/Laatzen-Mitte Siemens zieht auf den Laatzener Festplatz

Siemens bleibt in Laatzen - und will einen Neubau errichten: Unternehmen und Stadt haben am Mittwoch bekannt gegeben, dass die Niederlassung auf den ehemaligen Festplatz in Laatzen-Mitte umziehen wird. Die Stadt hatte bis zuletzt mit Hannover um die Ansiedlung konkurriert.

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Siemens will seine Niederlassung in Alt-Laatzen 2018 verlassen.

Quelle: Dorndorf

Alt-Laatzen/Laatzen-Mitte. Bürgermeister Jürgen Köhne war die Erleichterung gestern anzusehen. Schließlich ist Siemens mit 700 Beschäftigten nicht nur wichtiger Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler für Laatzen, sondern trägt auch zum Image als Firmenstandort bei:  "Für uns als Stadt ist ist das eine wunderbare Nachricht, ein so namhaftes Unternehmen behalten zu können", sagte Köhne bei der Bekanntgabe der Pläne am Mittwoch.

Zuvor hatten sich Stadt und Unternehmen auf den Grundstückskauf geeinigt - die Vertragsunterzeichnung soll in den nächsten Wochen erfolgen. Siemens erwirbt von der Stadt einerseits und der St.-Marien-Kirchengemeinde, der etwa ein Drittel des Geländes gehört, eine Fläche von 15.500 Quadratmetern auf dem Laatzener Festplatz. Die gesamte Belegschaft mit rund 700 Mitarbeitern werde an den neuen Standort umziehen, kündigt Dirk Oberhaus, Leiter der Niederlassung Hannover, an.

Baubeginn soll nach den Sommerferien sein, als Einzugstermin peilt das Unternehmen März 2018 an. Die Investitionssumme werde bei mindestens 20 Millionen Euro liegen, sagt Oberhaus - es gebe allerdings noch keine fertigen Pläne. Auch das Raumprogramm stehe noch nicht fest.

Dass Siemens einen neuen Standort für seine Niederlassung sucht, ist bereits seit Jahren bekannt. Bei den Überlegungen seien etwa ein Dutzend Flächen sowohl in der Landeshauptstadt als auch in Laatzen im Gespräch gewesen, erläutert Oberhaus. Den Ausschlag für Laatzen hätten unter anderem die gute Verkehrsanbindung und die Möglichkeit eines Neubaus gesprochen. "Auch die Nähe zum jetzigen Standort war ein Aspekt" - entsprechend hoch sei die Akzeptanz in der Belegschaft.

Der alte Standort, in dem Siemens seit 1988 ansässig ist, gilt als nicht mehr zeitgemäß: "Unser Wunsch war es, in einen Neubau zu gehen, um die Möglichkeit für die Umsetzung moderner Bürokonzepte zu haben", sagt Oberhaus. Da auch der Bereich Haustechnik zu den Siemens-Sparten gehört, soll das Gebäude Vorzeigecharakter haben, ergänzt Siemens-Sprecher Lars Kläschen.

Was aus dem alten Standort wird, ist ungewiss. "Es ist noch zu früh, über Konzepte nachzudenken - aber wir werden das Gespräch mit dem Eigentümer suchen", sagt Stadtplaner Jörg Schmidt. Siemens ist lediglich Mieter der Immobilie. Die Fläche habe als Eingangstor zu Laatzen eine städtebaulich hohe Bedeutung, ergänzte Schmidt.

Seit 1988 in Laatzen

Im Jahr 1988 ist die Siemens Niederlassung Hannover von mehreren Standorten in der Landeshauptstadt aus an die Hildesheimer Straße in Alt-Laatzen gezogen. Wurde dort in den ersten Jahren noch gefertigt, ist die Niederlassung heute ausschließlich Vertriebs- und Servicestandort für die Region Hannover und mehrere umliegende Landkreise. Als sogenannte Generalvertretung werden hier - mit Ausnahme des Bereichs Windpower - alle Siemens-Sparten vertreten. Das Spektrum reicht von der Gebäude- über die Medizintechnik bis zur Automatisierungs- und Antriebstechnik. Zu den Hauptkunden zählen dem entsprechend Energieversorger, Automobilhersteller und -zulieferer, Maschinenbaubetriebe und medizinische Einrichtungen. Aktuell sind am Standort rund 700 Mitarbeiter beschäftigt.

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Von Johannes Dorndorf

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