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Spende kommt stachellosem Jungtier zugute

Grasdorf Spende kommt stachellosem Jungtier zugute

Das Grasdorfer Igelhaus kann sich rechtzeitig vor der Wintersaison über eine Futterspende freuen: Rewe stellt zwei Paletten Katzenfutter für die Einrichtung zur Verfügung. Zu Gute kommt die Spende auch einem stachellosen Jungtier, um das sich die Igelhaus-Mitarbeiter besonders intensiv kümmern.

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Im kommenden Frühjahr wird der kleine Igel wieder mit nachgewachsenem Stachelkleid in die freie Natur entlassen werden können.

Quelle: Lippelt

Grasdorf. Es ist bereits zur Tradition geworden: Seit acht Jahren schon spenden im jährlichen Wechsel Rewe und Penny dem Grasdorfer Igelzentrum zum Winter hin Futter für die kleinen stachligen Vierbeiner. Dieses Jahr nun hat Rewe zwei Paletten Katzenfutter, abgepackt in 400-Gramm-Dosen - überreicht. „Wir freuen uns sehr, dass wir auch 2017 wieder eine umfangreiche Futterspende entgegennehmen dürfen. Früher war es eine Palette, inzwischen sind es sogar zwei“, sagte die Leiterin des Igelzentrums am Südtor, Heike Philipps. „Dadurch hat das beim letzten Mal gespendete Futter bis zum Saisonende im Mai gereicht und wir konnte alle Tiere ausreichend versorgen.“

Mehr als 1.300 Igel pro Jahr werden zu zwei Dritteln von Ehrenamtlichen, teils aber auch von zwei Mitarbeiterinnen versorgt und betreut, bis diese wieder fit für die freie Wildbahn sind. Philipps zeigte ihren Gästen von Rewe bei der Spendenübergabe beispielhaft dafür einen jungen Igel, der krankheitsbedingt momentan komplett ohne sein schützendes Stachelkleid auskommen muss.

Abgegeben wurde das etwa drei Monate alte Jungtier vor rund zwei Wochen. „Er hat eine Krankheit, die dafür gesorgt hat, dass sämtliche Stacheln ausfielen“, sagt Philipps. Die Untersuchung der Tierärztin lege nahe, dass das Problem mit einer externen Ursache zusammenhängt. „Es ist kein Hautproblem, kein Pilz und keine Milbenerkrankung.“ Gefunden habe es ein Senior am Rand eines Feldes im Raum Hildesheim – oder genauer: dessen Hund, der den Igel aus einem Laubhaufen herausgeholt habe. Ob am Ende möglicherweise ein Gift aus der Landwirtschaft oder doch ein Gendefekt die Ursache ist, sei schwer zu sagen, sagt Philipps. „Vor 30 Jahren haben wir so etwas jedenfalls noch nicht gehabt. Inzwischen haben wir hingegen etwa zwei Fälle pro Jahr“. 

Die Futterspende wird auch dafür verwendet, das Jungtier wieder aufzupäppeln. „Das Igelzentrum finanziert sich als gemeinnütziger Verein nur über Spenden, außerdem gehören Igel mittlerweile zu den bedrohten Tierarten und stehen unter Naturschutz“, begründet Rewe-Nord-Vertriebsleiter Dirk Stemmann die Aktion. Bis zum Einsetzen des Winterschlafes werden wohl rund 80 Dosen des Katzenfutters pro Tag für den Hunger der kleinen Stationsgäste benötigt.

Sonja Kuhn (Zweite von links) und Heike Philipps (Dritte von links) freuen sich über die Futterspende, die die Rewe-Mitarbeiter Timo Mauri (von

Sonja Kuhn (Zweite von links) und Heike Philipps (Dritte von links) freuen sich über die Futterspende, die die Rewe-Mitarbeiter Timo Mauri (von links), Ute Ratzmann, Viktoria Koch und Dirk Stemmann überreichen.

Quelle: Lippelt

Von Torsten Lippelt und Johannes Dorndorf

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