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Laatzener sollen für Gubiner Kirche spenden

Laatzen/Guben Laatzener sollen für Gubiner Kirche spenden

Seit Jahren bemüht sich Laatzens Partnerstadt Gubin um den Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Stadt- und Hauptkirche. Jetzt ist die Hilfe der Laatzener gefragt: Mit Spenden soll der Turm eine symbolträchtige Wetterfahne bekommen. Ein Förderverein will am Freitag im Leine-Center dafür werben.

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Die 1945 zerstörte Stadt- und Hauptkirche von Guben/Gubin ist inzwischen wieder begehbar. Der Förderverein hofft, sie zum Kulturzentrum umbauen zu können.

Quelle: Hellemann

Laatzen/Guben. Es ist eine klaffende Wunde im Zentrum von Laatzens polnischer Partnerstadt Gubin - und Mahnung zugleich: Am 28. Februar 1945 legten Männer der Waffen-SS in der historischen Stadt- und Hauptkirche Feuer, um die darin gelagerten Dokumente vor dem Einmarsch der Roten Armee zu zerstören. "In einer Nacht wurde das Werk von Jahrhunderten zerstört", sagt der Gubener Günter Quiel. Der Vorsitzende des Fördervereins für den Wiederaufbau der Stadt- und Hauptkirche setzt sich schon seit Jahren für das Bauwerk ein.

In dieser Zeit wurde einiges erreicht: "In den ersten fünf Jahren haben wir die Ruine gesichert und von über 2500 Tonnen Schutt und Geröll erreicht", sagt Quiel - das entspreche über 500 Lastwagenladungen. Die Außenwände der nach oben offenen Kirche wurden zudem saniert und oben mit Blech versiegelt, um künftige Schäden zu verhindern, so dass die Kirche seit 2010 wieder für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Der ganz große Wurf steht gleichwohl noch aus: Nachdem inzwischen entschieden wurde, das Gebäude nicht mehr als Kirche zu nutzen, sei nun eine deutsch-polnische Begegnungsstätte geplant - mit fünf Funktionen, wie Quiel erläutert: Neben der touristischen Bedeutung soll das Gebäude als Bibliothek und Archiv sowie als Veranstaltungsraum für bis zu 600 Menschen genutzt werden. Weitere Ziele sind die wissenschaftliche Erforschung der deutschen und polnischen Vertriebenengeschichte von Guben und Gubin sowie die Ausrichtung ökumenischer Veranstaltungen an dieser Nahtstelle zwischen dem protestantischen deutschen und katholischen polnischen Teil.

Bei der Umsetzung sind die beiden Städte allerdings auf EU-Fördermittel angewiesen - das Projekt würde zehn Millionen Euro kosten. "Wir müssen uns auch mit Lösungen befassen, die man in Einzelschritten umsetzt", meint denn auch Quiel.

Bis dahin setzt der Verein auf kleinere Projekte. "Nachdem wir den Turm saniert haben, wollen wir nun eine Wetterfahne draufsetzen", sagt Quiel - und hofft auf Laatzener Hilfe: "Wir möchten die Laatzener bitten, uns bei dieser Lösung zu unterstützen." Für die Fertigung der Wetterfahne seien bereits in der Vergangenheit 1600 Euro von Laatzener Bürgern gespendet worden. 2017 soll die Fahne dann installiert werden - und das kostet Geld: Auf bis zu 4000 Euro schätzt der Verein die Kosten der aufwändigen Montage in 60 Metern Höhe.

Quiel und seine Mitstreiter wollen am Freitag, 30. September, von 10 bis 20 Uhr im Leine-Center um Unterstützung werben. Zu sehen gibt es dann ein Modell im Maßstab 1:4 sowie eine Ausstellung über die Region Lausitz/Lubuskie.

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