Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Spielgeräte spülen Geld in die öffentliche Kasse

Laatzen Spielgeräte spülen Geld in die öffentliche Kasse

Die Anhebung der Vergnügungssteuer soll sich auszahlen. Zwar liegen die Haushaltszahlen für 2014 noch nicht vor, die Stadt rechnet aber für das laufende Jahr mit Mehreinnahmen von rund 90.000 Euro.

Voriger Artikel
Pflegende brauchen ihren Freiraum
Nächster Artikel
Trägerverein für Flüchtlingshelfer?

Ein Mann bedient einen Glücksspielautomaten. In Laatzen sind seit diesem Jahr 18 Prozent der jeweiligen Einspielergebnisse zu zahlen.

Quelle: Symbolbild/dpa

Laatzen. Seit Januar gilt in Laatzen der um 4 Prozentpunkte auf 18 Prozent erhöhte Steuersatz für Geldspielgeräte, auf die das Gros der Einnahmen zurückgehen. Insgesamt sollen sich die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer laut Haushaltsplan auf 400.000 Euro summieren. Das entspricht einem Anstieg von fast 30 Prozent gegenüber den Planzahlen für 2014 (310.000 Euro).

„Die aktuellen Vergnügungssteuereinnahmen entstehen überwiegend durch den Betrieb von Geldspielgeräten mit Gewinnmöglichkeiten, Geldspielgeräten ohne Gewinnmöglichkeit und die Durchführung von Tanzveranstaltungen“, teilte der Laatzener Stadtsprecher Matthias Brinkmann auf Anfrage mit. „Ganz allgemein kann man sagen, dass der Anteil an Einnahmen durch Geldspielgeräte etwa 70 Prozent der Vergnügungssteuer ausmacht.“ Der Rat hatte die Änderungen der Vergnügungssteuersatzung samt Anhebung des Steuersatzes für Glücksspielautomaten auch mit dem Ziel beschlossen, Glücksspiel unattraktiver zu machen und gegen Spielsucht vorzugehen. Immerhin: Die Zahl der Spielhallen in Laatzen ist mit sieben laut Stadtsprecher Brinkmann unverändert. Zuzüglich Gaststätten und andernorts gab es zuletzt rund 25 Standorte von steuerpflichtigen Spielautomaten.

Wie Laatzen haben jüngst auch andere Kommunen den Steuersatz für Geldspielgeräte angehoben, darunter Lehrte und Hannover (jeweils von 12 auf 20 Prozent). In Pattensen müssen Betreiber der Satzung von 2012 nach 12 Prozent der Einspielergebnisse abgeben. In Hemmingen hingegen ist für jedes Spielgerät mit Gewinnmöglichkeit ein standortabhängiger Pauschalbetrag zu zahlen von jährlich 720 Euro oder 1680 Euro, wenn das Gerät in einer Spielhalle steht. Eine Veränderung der Hemminger Vergnügungssteuersatzung aus dem Jahr 2002 ist nach Angaben der Ersten Stadträtin Regina Steinhoff derzeit nicht geplant.

Von Astrid Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6sm4a1uz68yn2aqscj1
Stehende Ovationen zum Finale der "Böhmischen"

Fotostrecke Laatzen: Stehende Ovationen zum Finale der "Böhmischen"