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Ehemalige Sprachschüler führen über IdeenExpo

Laatzen-Mitte Ehemalige Sprachschüler führen über IdeenExpo

Am Anfang lernten sie eher von ihren Altersgenossen - jetzt läuft es mal anders herum: Schüler der ehemaligen Sprachlernklasse der Albert-Einstein-Schule führen in dieser Woche ihre Schüler als Scouts über die Ideen-Expo auf dem Messegelände.

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Emilia Bolda (stehend, Zweite von links), Carolin Garcia (Zweite von rechts) und Evelyn Jacobs freuen sich, dass die ehemaligen Sprachlernschüler jetzt schon deutsche Schüler über die IdeenExpo führen können.

Quelle: Tobias Lehmann

Laatzen-Mitte. "Für sie ist es eine Möglichkeit, ihre guten Deutschkenntnisse einmal in der Öffentlichkeit zu präsentieren", sagt Emilia Bolda. Die Lehrerin leitet bereits seit Jahren Sprachlernklassen an der Albert-Einstein-Schule (AES) und kennt die Fortschritte, die die Jungen und Mädchen machen, genau. "Als ich den Schülern den Vorschlag machte, hier auf der IdeenExpo als Sprachscouts unterwegs zu sein, waren sie zunächst etwas skeptisch. Doch jetzt sind sie mit Begeisterung dabei", sagte Bolda.

Die Schüler ihrer ehemaligen Sprachlernklasse seien vor rund zwei Jahren aus Ländern wie Afghanistan, Irak, Serbien und Syrien nach Deutschland gekommen. Mittlerweile haben sie alle das sogenannte B1-Zertifikat erhalten, das ihnen einen selbstständigen Umgang mit der deutschen Sprache attestiert. Sie besuchen inzwischen die Regelklassen der AES.

Jeweils im Duo führen die Scouts jeweils fünf Schüler aus den siebten Klassen über die IdeenExpo und erläutern, was es auf den verschiedenen Ständen zu sehen gibt. Dafür haben sie bereits am Dienstag die Stände besucht und sich vorbereitet. "Sie sind heute alle mit ihren Notizen zur Messe gekommen und freuten sich unheimlich darauf, die Führungen eigenverantwortlich zu leiten", sagt Bolda, nachdem sich die Scouts am Mittwochvormittag auf dem Gelände eingefunden haben. Der 16-Jährige Orlyan etwa hat unter anderem den Stand der Polizei auf seinem Besuchsprogramm. "Es hat Spaß gemacht, die Stände zu besuchen. Jetzt werde ich sie den anderen Schülern zeigen", sagt er.

"Aktionen wie diese stärken auch das Selbstbewusstsein der Schüler. Meist bekommen sie anschließend ein positives Feedback", sagt Bolda. Viele der Sprachschüler seien trotz attestierter Erfolge noch unsicher im Umgang mit der deutschen Sprache. "Doch niemand erwartet von ihnen, dass sie nach zwei Jahren akzentfrei Deutsch sprechen. Sie können stolz auf das sein, was sie erreicht haben."

Ein Vorteil dieser Klasse sei unterdessen gewesen, dass so viele Schüler aus unterschiedlichen Ländern kommen. Sie seien auf eine gemeinsame Sprache angewiesen und sehr lernbegierig gewesen. "Je interkultureller desto besser", sagt die Lehrerin. Aktuell unterrichte sie hingegen eine Sprachlernklasse, in der fast alle Schüler kurdische Sprachen beherrschen und sich so bereits untereinander verständigen können. Die größte Herausforderung sei es, im Unterricht nicht die eigene Sprache zu verwenden.

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Die ehemaligen Sprachschüler der Albert Einstein Schule zeigen ihren Mitschülern aus der siebten Klasse die Ideen-Expo.

Quelle: Tobias Lehmann
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