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Sprayer schärfen den Tunnelblick

Laatzen-Mitte Sprayer schärfen den Tunnelblick

Seit Sonnabend verzieren fünf Sprayer im Auftrag der Stadt die Grand-Quevilly-Passage zum Leine-Center. Die ersten Motive sind schon deutlich zu erkennen.

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Fünf Sprayer verschönern derzeit die Grand-Quevilly-Passage im Auftrag der Stadt Laatzen.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. Jahrelang waren die Wände des Tunnels zum Leine-Center vielen ein Dorn im Auge. Der Passage war mit vielen Schmierereien versehen, auch heftige Schimpfworte waren an den Wänden zu lesen. Nun haben einige Graffiti- und Streetart-Künstler im Auftrag der Stadt und mit Unterstützung der Jugendkreativschule Leine-Jukus ein Konzept für die Verschönerung des Tunnels erstellt - die Farbe für die Umsetzung kommt aus der Sprühdose. Am Sonnabend haben die Sprayer die Wände zunächst grundiert und Farbflächen sowie Schattierungen angelegt, inzwischen sind sie mit der Gestaltung der Motive beschäftigt.

Zwei Störche im Nest und ein tropischer Frosch sind schon weitestgehend fertig, auch Abbildungen der Leine und des Wiesendachhauses entstehen gerade im Tunnel. "Es sollen sich Motive aus der Stadt wiederfinden", sagt Angela McCormack vom Team Tiefbau. Die Wandbilder sollen so gestaltet werden, dass sie auch älteren Menschen gefallen, ergänzt Udo Hetmeier von der Leine-Jukus.

Bei den Passanten kommt die Aktion gut an: Immer wieder bleiben die Fußgänger stehen, um den Sprayern bei ihrer Arbeit zuzusehen, einige fotografieren auch das in der Entstehung befindliche Kunstwerk aus der Dose. "Ich finde, das ist eine sehr sehr gute Aktion", sagt Helga Marschhausen, die die Passage häufig nutzt. "Der Tunnel sah ziemlich schlimm aus, überall waren Schmierereien. Ich finde es toll, was die jungen Leute hier machen, auch die Motive gefallen mir richtig gut."

Der 35-Jährige Filip hatte einen Aufruf zur Verschönerung der Passage in dieser Zeitung gelesen und daraufhin Freunde kontaktiert. "Ich habe erst mal geschaut, wer zu dieser Aktion passen könnte." Denn die Fläche sei durchaus ungewöhnlich. "Sie ist schön groß, da kann man aus dem Vollen schöpfen und sich richtig entfalten. So etwas hat man nicht alle Tage." Einige Motive entstehen aus dem Kopf, für andere Bilder wie das Wiesendachhaus werfen die Farbkünstler Fotos per Beamer an die Wand.

Zur Unterstützung der Wirkung sollen später eventuell sogar die Audioinstallationen mit Naturgeräuschen im Tunnel reaktiviert werden, sagt Filip. Sie wurden vor einigen Jahren im Rahmen einer Kunstaktion in dem Durchgang installiert. Ob das möglich ist, stehe aber noch nicht fest.

Hetmeier kann sich vorstellen, weitere solcher Aktionen in Laatzen anzubieten - und hat auch schon eine neue Fläche im Blick. "Wir würden gerne den Zaun am Interkulturellen Garten an der Würzburger Straße künstlerisch gestalten", sagt er.

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Fotostrecke Laatzen: Sprayer schärfen den Tunnelblick

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Von Daniel Junker

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