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Stiftung soll Zukunft der Getrudengemeinde sichern

Gleidingen Stiftung soll Zukunft der Getrudengemeinde sichern

Die Mitgliederzahlen in der Kirche gehen kontinuierlich zurück - und damit auch die Einnahmen. In der St.-Gertruden-Gemeinde soll nun eine Stiftung Abhilfe schaffen. Am Sonntag stellte der Kirchenvorstand der Gemeinde das neue Konzept vor.

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Der Kirchenvorstand erläutert den Gemeindemitgliedern die Vorteile einer Stiftung.

Quelle: Stephanie Zerm

Gleidingen. "Bis Mitte des Jahrhunderts wird sich die Mitgliederzahl in der Landeskirche halbiert haben", sagte Pastor Niclas Förster. Dies werde zu größeren Sparmaßnahmen führen. In Gleidingen könnte das bedeuten, dass es dann nur noch eine halbe Pfarrstelle gebe. "Entscheidend ist die Zahl der Mitglieder", betonte Förster. Ab 1400 stehe einer Gemeinde nur noch eine halbe Pfarrstelle zu. Damit falle auch die Residenzpflicht des Pfarrers weg, der dann nicht mehr die Pastorenwohnung bewohnen müsse.

Förster selber habe bereits damit Erfahrung. "Ich habe bereits zwei Pfarrstellen als letzter Pastor abgewickelt", berichtete er den interessierten Zuhörern. Damit dies in Gleidingen nicht passiere, könne man bereits heute gegensteuern. "Jetzt haben wir die Möglichkeit, noch finanziell zu planen."

Laut Tassilo Hahne vom Kirchenvorstand ist die Zahl der Mitglieder in der St.-Gertruden-Gemeinde in den vergangenen zehn Jahren von 2114 auf 1763 gesunken. "Die Kirchenaustritte werden immer mehr."

Abhilfe schaffen soll nun eine Stiftung. "Diese hat der Kirchenvorstand bereits bei der Landeskirche beantragt", berichtete Kirchenvorstandsmitglied Rudolf Brakebusch den interessierten Zuhörern. "Ich rechne damit, dass wir sie im Herbst ins Leben rufen können."

Als Stiftungseinlage sollen rund 50.000 Euro dienen, die der Kirchenvorstand als Rücklage gebildet hat. Zusätzliche wolle er mit Faltblättern und einem Stiftungsfest um Zustiftungen werben. Von den Zinsen können dann kirchliche und kulturelle Angebote, Gruppen und Kreise, diakonische Aufgaben, Personalkosten oder Kosten für die Sanierung und den Unterhalt des Gemeindehauses finanziell unterstützt werden.

Von Stephanie Zerm

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