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Das Kreuz ist wieder obenauf

Grasdorf Das Kreuz ist wieder obenauf

Zwei Monate war der Kirchturm der St.-Marien-Kirche oben ohne. So lange hat die Restaurierung des vergoldeten Kreuzes gedauert. Am Donnerstagvormittag haben Arbeiter es wieder an seinem angestammten Platz in rund 15 Metern Höhe auf dem Kirchturm installiert.

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Pastor Burkhard Straeck weiht das sanierte und frisch vergoldete Kreuz, bevor es wieder auf die Turmspitze der St.-Marien-Kirche kommt.

Quelle: Stephanie Zerm

Grasdorf. Etwa 80 bis 100 Jahre soll das Kreuz nun halten, erklärte Pastor Burkhard Straeck in der Feierstunde vor der Kirche. Rund 50 Grasdorfer waren gekommen, um zu sehen, wie die Zeitkapsel neu befüllt und das frisch vergoldete Kupferkreuz wieder auf dem höchsten Punkt der Kirche installiert wird.

Bevor es dazu kam, weihte Pastor Burkhard Straeck das Kreuz sowie die Zeitkapsel in einer feierlichen Liturgie. Dabei dankte er Gott dafür, dass so viele Grasdorfer – knapp 100 – für die Sanierung des Kreuzes Geld gespendet hatten: etwa 10.500 Euro. Die Aufarbeitung der Turmbekrönung zahlt die Gemeinde ebenso wie die der Zifferblätter der Uhren selbst. Das Kreuz solle auch weiterhin ein Zeichen des Glaubens sein, das alle Suchenden und Fragenden in das Haus Gottes leite, sagte Straeck.

In der frisch vergoldeten Kugel unter dem Kreuz platzierte der Pastor unter den Blicken der gespannten Zuschauer gleich zwei Zeitkapseln: Die, die vor zwei Monaten bei der Demontage des Kreuzes zum Vorschein kam und Berichte vom Wiederaufbau der Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg enthält, sowie eine aktuell neu bestückte.

Die neue Zeitkapsel hatte der Kirchenvorstand zuvor mit zahlreichen Dokumente aus dem Jahr 2017 gefüllt. Unter anderem enthält sie alle Zeitungsberichte aus der HAZ über die Sanierung des Kirchturms und des Kreuzes, einen USB-Stick mit rund 400 Fotos vom Gemeindeleben, einen Baubericht über die aktuelle Turmsanierung sowie einen siebenseitigen Text. In diesem wendet sich Straeck direkt an die Menschen, die die Zeitkapsel in 80 oder mehr Jahren öffnen werden. "Wenn ihr diese Dokumente findet, wünschen wir uns, dass sie euch einen Einblick in die Wiederaufbauphase der Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg und in die heutige Zeit geben."

Aber auch alle aktuellen Euro-Geldmünzen hat die Gemeinde in die Zeitkapsel getan. "Ich gehe davon aus, dass es diese in 80 bis 100 Jahren nicht mehr gibt, weil dann nur noch per Karte bezahlt wird", sagte Straeck und beteuerte: "Am liebsten wäre ich selbst dabei, wenn die Kugel wieder geöffnet wird."

Neben dem Kreuz wurden am Donnerstag auch die vier neu vergoldeten und lackierten Zifferblätter der Kirchturmuhr wieder angebracht. Diese zeigten zuvor stets unterschiedliche Zeiten an.

Die Sanierung des Kirchturms selbst ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Sie dauert laut Straeck noch sechs bis acht Wochen.

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Von Stephanie Zerm

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