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St.-Marien-Kirche bekommt neue Bänke

Laatzen St.-Marien-Kirche bekommt neue Bänke

Die St.-Marien-Kirche bekommt drei neue Bänke für den Außenbereich. Die Sockel werden aus Sandsteinblöcken gestaltet, die die Gemeinde lange ungenutzt gelagert hatte.

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Siegfried Herrmann (von links), Rainer Oberwelland, Lothar Paarmann und Walter Battermann vermessen und transportieren die gespalteten Steinquader, die bald als Sockel für drei Bänke vor der Grasdorfer St.-Marien-Kirche dienen sollen.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen. Zwei der Bänke sollen im Garten zwischen den Denkmälern aufgestellt werden, die dritte findet ihren Platz vermutlich unter dem Baum vor dem Gotteshaus. Das Besondere: Die Sockel der zukünftigen Sitze sind aus Sandsteinblöcken gefertigt, die jahrzehntelang an der Nordostseite der Kirche lagen. Woher die drei gewaltigen Steinblöcke stammen, ist nicht zu 100 Prozent geklärt. „Sie müssen aber eine besondere Bedeutung haben“, vermutet Walter Battermann von der Stiftung Grasdorf an der Leine. Mitglieder des Stiftungsfreundeskreises haben die Umarbeitung der Steine ins Rollen gebracht. „Die Blöcke waren an drei Seiten sorgfältig mit Scharriereisen bearbeitet und wiesen an einer Längsseite eine Kantenfase auf“, sagt Battermann. Genauere Vermessungen hätten ergeben, dass die Steine mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Fundamentring des 1734 erbauten Kirchenschiffes von St. Marien stammen.

Schon länger habe es Überlegungen gegeben, wie diese Sandsteinblöcke im Umfeld der Kirche sinnvoll verwendet werden könnten. „Aus dem Freundeskreis der Stiftung Grasdorf an der Leine kam vor einigen Monaten der Vorschlag, die Steinblöcke so zu bearbeiten, dass daraus Sitzbänke werden“, sagt Battermann.

Dieser Überlegung sind jetzt Taten gefolgt. Unter der Regie von Rainer Oberwelland hat ein Steinmetz aus Boppart am Rhein die Blöcke zerteilt und aufwendig geglättet. „Auf diese Weise sind sechs Stützwangen für die drei geplanten Bänke entstanden.“ Wer möchte, kann sich die bearbeiteten Blöcke im Pfarrhof ansehen.

Zusammen mit Siegfried Herrmann und Lothar Paarmann organisieren Oberwelland und Battermann nun den Aushub und die Befestigung der Steine. Noch fehlen allerdings die Sitzoberflächen der Bänke: „Wir suchen Sponsoren, die die Kosten dafür übernehmen“, sagt Battermann, der von einem Betrag von 250 Euro pro Bank ausgeht. Der Name des Sponsors könne, sofern gewünscht, auf einem Schild an der Bank vermerkt werden.

Die Mitglieder des Freundeskreises der Stiftung stellen sich eine Sitzoberfläche aus hochwertigem, robusten Holz vor. Eine Rückenlehne werde diese nicht bekommen. „Wir möchten, dass die Besucher sich ihre Sitzrichtung aussuchen können“, sagt Battermann.

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