Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
St. Marien: Turmsanierung verschiebt sich erneut

Grasdorf St. Marien: Turmsanierung verschiebt sich erneut

Seit mehr als vier Jahren ziehen sich tiefe Risse durch den Kirchturm von St. Marien in Grasdorf. Die schon mehrfach verschobene Sanierung des Mauerwerks verzögert sich erneut und ist nun für Frühjahr 2017 geplant. Immerhin: Dann will die Gemeinde auch Turmspitze und Uhren auffrischen.

Voriger Artikel
SPD, Grüne und Linke unterzeichnen Vereinbarung
Nächster Artikel
Stadt bietet Betreuung in Weihnachtsferien an

Der Kirchturm von St. Marien in Grasdorf weist seit Jahren Risse auf. Die geplante Sanierung musste mangels freier Kapazitäten der Handwerker ein weiteres Mal verschoben werden und ist nun für das Frühjahr 2017 geplant. Im Zuge dessen will die Gemeinde aus eigener finanzieller Kraft das Kreuz mit der sogenannten Weltkugel sowie die vier Uhren am Turm ausbessern und auffrischen.

Quelle: Astrid Köhler

Grasdorf. Ursprünglich hätten die Risse im Mauerwerk noch dieses Jahr untersucht und der Kirchturm stabilisiert werden sollen, bestätigte Pastor Burkhard Straeck am Dienstag auf Anfrage. Da die Handwerksunternehmen aber offenbar sehr gefragt waren und es keine freie Kapazitäten mehr gegeben habe, musste die vom Amt für Bau- und Kunstpflege begleitete Maßnahme verschoben werden.

Nun sollen ab November neue Angebote eingeholt und die Maßnahme „so früh wie möglich, wenn die Wetterlage mitmacht“ im Frühjahr 2017 realisiert werden, teilte Straeck mit.

Die Finanzierung für die Sanierung steht. Die nötigen Mittel im sehr niedrigen sechsstelligen Bereich sind eingestellt. Einer der größten Kostenpunkte wird dabei das Aufstellen des Gerüstes an dem Turm sein.

Diese sich selten bietende Gelegenheit wolle die Gemeinde nutzen, um die Uhren mit den vergoldeten Zifferblättern und Zeigern an den vier Turmseiten sowie die eigentliche Spitze mit Kreuz und Weltkugel aufzufrischen. "Der Grundbestandteil der Kugel ist wohl Kupfer, beim Kreuz ist es von unten aus schwer zu sagen", erklärte der Pastor.
Beides müsse auf Material und Zustand hin untersucht werden. Nicht überraschend wäre es, wenn die nach Kriegsende neu aufgebrachte Spitze einige Schäden aufweist, denn auf ihr säßen des öfteren Vögel, deren Hinterlassenschaften ätzend wirken können, sagt Straeck. Wenn es finanziell machbar sei, solle die Spitze mit Blattgold überzogen werden, sagt der Pastor.

Finanziert werden sollen die nicht zuschussfähigen Verschönerungsarbeiten aus Mitteln der Gemeinde und Spenden. Ein Brief mit der Bitte um ein freiwilliges Kirchgeld sei gerade erst fertig geworden und werde in den nächsten Tagen in der Gemeinde verteilt, kündigt Straeck an. Er rechnet grob mit Kosten von "einigen Tausend Euro".

Entgegen früheren Vermutungen, wonach die Risse im Mauerwerk des Kirchturms durch eine dort 2011 installierte vierte Glocke entstanden sein könnten, gehen die Beteiligten inzwischen davon aus, dass Bewegungen im Untergrund, sogenannter Fließsand, dafür verantwortlich sind. Das Schadensbild in Grasdorf sei ähnlich dem am gerade sanierten Turm der Immanuelkirche in Alt-Laatzen.

doc6s27f6qa0qcov57i8km

Fotostrecke Laatzen: St. Marien: Turmsanierung verschiebt sich erneut

Zur Bildergalerie

Von Astrid Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6spbi26z1g68ir1xk5w
Schützen verwandeln Hof in einen Weihnachtsmarkt

Fotostrecke Laatzen: Schützen verwandeln Hof in einen Weihnachtsmarkt