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Stadt: Der Zaun in der Kita muss bleiben

Getrennte Einrichtung in Laatzen Stadt: Der Zaun in der Kita muss bleiben

Die Stadt Laatzen bleibt hart: Ein quer durch den Garten gezogener Zaun im Garten einer Krabbelstube muss stehen bleiben. Die Stadtverwaltung sieht keinen Handlungsspielraum und beruft sich auf ein Gesetz gegen Großgruppen-Betreuung. Die Kita-Gruppen müssen also weiterhin getrennt voneinander spielen – trotz trauriger Kinderaugen.

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Liliane (1, rechts) darf im Garten nicht mit Jannis (2) spielen, weil sie nicht der gleichen Betreuungsgruppe angehören. 

Quelle: Junker

Laatzen. Laut Gesetz sei es nicht zulässig, zwei sogenannte Großpflegestellen mit 18 Kindern gemeinsam zu betreiben. Deshalb sei ein gemeinsames Spielen der Kinder nicht möglich. „Die Vorschriften zum Wohl der Kinder lassen da keinen Spielraum“, sagte Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Es gebe nur die Möglichkeit der zeitversetzten Nutzung oder der Trennung der Spielbereiche. „Welche dieser Regelungen getroffen wird, bleibt den Tagespflegepersonen überlassen“, betonte Brinkmann.

Im Laatzener Ortsteil Ingeln-Oesselse gibt es eine Großpflegestelle mit zwei Gruppen, die in unterschiedlichen Räumen untergebracht sind.  Auf Verlangen der Stadt musste die Betreiberin im Garten einen Zaun errichten, um die beiden Gruppen beim Spielen unter freiem Himmel voneinander zu trennen. Das führt vor allem nachmittags zu kuriosen Situationen. Dann sind nur noch wenige Kinder in der Einrichtung, die Gruppen müssen dennoch voneinander getrennt bleiben, fordert die Stadt. So muss zum Beispiel ein einjähriges Mädchen traurig zusehen, wie fünf andere Kinder auf der anderen Zaunseite fröhlich miteinander spielen.

Im Gegensatz zur Stadt kann sich das Land für die Laatzener Krabbelstube offenbar eine Lösung im Sinne der Kinder vorstellen. „Der Fachdienst des Niedersächsischen Kultusministeriums bietet der zuständigen Kommune gerne Beratung an und unterstützt dabei, die Problematik im Sinne der Kinder zu lösen“, sagt der Sprecher des für die Kitas zuständigen Landeskultusministeriums, Sebastian Schumacher. Die Entscheidung liege aber bei der Kommune, meint er.

Von Daniel Junker und Mathias Klein

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