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Gebühr für Altkleidercontainer steigt immens

Laatzen Gebühr für Altkleidercontainer steigt immens

Vorbei die Zeiten, in denen Textilverwerter zu Spottpreisen ihre Container auf städtischem Grund abstellen durften. Die Stadt Laatzen will die Jahresgebühren um mehr als das Zehnfache anheben: von rund 35 auf künftig 365 Euro.

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Die Wertstoffinsel an der Schule in Ingeln-Oesselse ist einer von 14 öffentlichen Aufstellorte für Altkleider-Container in Laatzen.

Quelle: Astrid Köhler (Archiv)

Laatzen. Offiziell gibt es auf städtischem Grund nur 14 Standplätze für Altkleidercontainer. Für die dort mit Sondernutzungsgenehmigung rechtmäßig abgestellten 30 Container verbuchte die Stadt zuletzt Einnahme von 2080 - für zwei Jahre. Umgerechnet zahlten die Textilverwerter damit nur rund 35 Euro pro Container und Jahr.

Das ist sehr günstig, denn das Geschäft mit Altkleidern ist deutlich lukrativer, weshalb es neben den öffentlichen Standflächen auch noch zahlreiche Altkleidercontainer auf Privatgrundstücken – oder aber illegale Containerstandorte – gibt.

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen setzte 2013 einen Streitwert von 5000 Euro pro Container an. Bei dem erzielbaren Erlös wurde von 400 Euro pro Tonne Alttextilien ausgegangen. Dies war nun auch Anlass für die Stadt Laatzen, den betreffenden Gebührentarif im Zuge der Neufassung der Straßensondernutzungssatzung kräftig anzuheben.

Wie günstig die Stadt Laatzen bisher war, zeigt auch das große Interesse an der Platzvergabe. Wie die Verwaltung mitteilte, beantragten zuletzt 44 Firmen die Aufstellung von Containern auf den öffentlichen Standorten. Aus ihnen wurden wie zuletzt üblich, zwei Unternehmen ausgelost, die die Genehmigungen erhielten. Auch aufgrund dieses erheblichen wirtschaftlichen Interesses schlägt die Verwaltung vor, die Gebühr von 35 auf 365 Euro anzuheben.

Mit der noch vom Rat am Donnerstag zu beschließenden Gebührenanpassung kommt die Stadt den geltenden Preisen in dem umkämpften Markt näher. Nach Auskunft des Laatzener Geschäftsmannes Kadar Nuri, der mehrere Container auf Privatgrundstücken in der Stadt abstellt, zahlt er den jeweiligen Eigentümern bereits rund 350 Euro im Jahr als Standgebühr.

Von Astrid Köhler

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