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Werden bald Turnhallen in Laatzen gesperrt?

Laatzen Werden bald Turnhallen in Laatzen gesperrt?

Nach Bekanntwerden der neuesten Flüchtlingszahlen schließt die Stadt nicht mehr aus, dass schon bald Menschen in Turnhallen untergebracht werden. Mit konkreten Angaben hält sich die Stadt bedeckt, will aber voraussichtlich Ende der Woche Näheres bekannt geben.

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 Das Bürohaus an der Gutenbergstraße soll zur Flüchtlingsunterkunft werden. Die Kapazitäten werden allerdings voraussichtlich nicht reichen.

Quelle: Köhler

Laatzen. Bürgermeister Jürgen Köhne hatte beim Neujahrsempfang deutlich gemacht, dass die von der Region Ende Dezember übermittelten neuesten Zahlen die Stadt vor "große Schwierigkeiten" stellen. 400 Menschen werden bis Ende März erwartet - weit mehr, als erwartet. Eine temporäre Belegung öffentlicher Gebäude sei demzufolge nicht auszuschließen.

Nachfragen beantwortet die Verwaltung derzeit nicht. "Wir hoffen, dazu am Ende der Woche mehr sagen zu können", sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Die Belegung von Turnhallen wird damit immer wahrscheinlicher. Aber wann und wo? Brinkmann gibt lediglich bekannt, der Bürgermeister könne "nicht ausschließen, dass es sich um Turnhallen handeln kann".

In Bedrängnis bringt die Stadt offenbar vor allem der neue Zeitdruck. Noch vor einem Monat schien es so, dass der Erwerb des Bürogebäudes Gutenberg5zehn an der Gutenbergstraße - der ehemalige Merkurpark - mit bis zu 240 Plätzen der Stadt für mehrere Monate die nötige Luft verschafft. Allerdings müssen die Räume noch umgerüstet werden. Erst Anfang April, hieß es noch kurz vor Weihnachten, werde das Haus voraussichtlich bezugsfertig. Ende Dezember kamen dann die neuen Zahlen von der Region und machten die Pläne zur Makulatur: Schon bis Ende März werden 400 neue Flüchtlinge in Laatzen erwartet.

In ihrer Prognose war die Stadt im November noch davon ausgegangen, dass im Laufe des Jahres 2016 knapp über 700 Menschen in Laatzen neu ankommen - das wäre bei Realisierung aller konkreten Vorhaben, die die Verwaltung im Köcher hat, machbar gewesen. Setzt sich der aktuelle Trend fort, sieht es schlecht aus: "Die Grenzen sind überschritten", hatte Bürgermeister Köhne denn auch am Sonntag festgestellt.

Von Johannes Dorndorf

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