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Stadt kauft Unterkünfte für 16,7 Millionen Euro

Laatzen Stadt kauft Unterkünfte für 16,7 Millionen Euro

Die Flüchtlingskrise zwingt die Stadt dazu, im nächsten Jahr riesige Summen für neue Unterkünfte zu investieren. Die Verwaltung rechnet mit Investitionen in Höhe von 16,7 Millionen Euro - fast ein Fünftel des Gesamtetats. Neu auf der Liste sind zwei große Gewerbeimmobilien mit 240 und 250 Plätzen.

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Das ehemalige Hotel 64 wird bereits für die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet - 59 Menschen sollen dort unterkommen. Nun bereitet die Stadt Anmietung und Kauf größerer Gebäude mit bis zu 250 Plätzen vor.

Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

Laatzen. Im laufenden Jahr hat die Stadt bereits mehrere Gebäude - darunter die Flüchtlingsunterkunft in Ingeln-Oesselse und das ehemalige Hotel 64 in Rethen - erworben, um Flüchtlinge unterzubringen. Im nächsten Jahr wird das Volumen noch einmal deutlich erhöht: 16,7 Millionen sind nach neuester Planung allein an Investitionen eingeplant. Hinzu kommen noch die Betriebskosten - vermutlich in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro.

Größter Brocken ist der Kauf einer Gewerbeimmobilie für geschätzt rund 6,8 Millionen Euro. 240 Flüchtlinge will die Stadt dort unterbringen - weitaus mehr als bei den bisherigen Unterkünften. Den Standort gibt die Verwaltung unter Verweis auf die noch laufenden Verhandlungen nicht bekannt.

Das gilt auch für einen weiteren Gewerbebau mit Platz für 250 Menschen, den die Stadt im Jahr 2016 anmieten will. Beide Projekte sind nach Auskunft von Stadtrat Stefan Zeilinger mit Umbauten verbunden. Bezugsfertig sein sollen die Gebäude so früh wie möglich - realistisch wäre wohl das zweite Quartal 2016. Zelte oder Stellwände in Hallen wird es in Laatzen aber weiterhin nicht geben. "Es werden massive Gebäude mit einer Raumaufteilung sein, die für die Unterbringung von Menschen geeignet ist", sagt Zeilinger.

Als weiteres Standbein hat die Stadt den Kauf von Wohnungen vorbereitet - eingeplant ist dafür eine Summe in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Über alle Vorhaben muss der Rat noch bei einer Haushaltssitzung am 10. Dezember entscheiden.

Sollten alle Vorhaben umgesetzt werden, käme die Stadt - einschließlich des ehemaligen Hotels 64 in Gleidingen - auf 753 zusätzliche Plätze für Flüchtlinge. Dies könnte reichen: Die Verwaltung rechnet für 2016 mit 600 neuen Flüchtlingen, wenn auch noch keine konkrete Zuweisungsquote vorliege. Einschließlich der noch in diesem Jahr erwarteten Menschen und der Befristung der provisorischen Unterkunft in der Alt-Laatzener Grundschule bis Mitte 2016 würden unterm Strich voraussichtlich 709 Plätze benötigt.

Die enormen Kosten dafür muss die Stadt nur zum Teil selbst tragen. "Wir gehen davon aus, dass wir die Kosten, die für den Erwerb und Anmietung von Objekten anfallen, zu einem ganz überwiegenden Teil über die Region erstattet bekommen", sagt Zeilinger. Das gelte auch für den Betrieb.

Von Johannes Dorndorf

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