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Stadt will Kita-Räume in Laatzen-Mitte kaufen

Laatzen-Mitte/Ingeln-Oesselse Stadt will Kita-Räume in Laatzen-Mitte kaufen

Die Stadt Laatzen arbeitet daran, den ab 2016 drohenden Kita-Notstand abzuwenden. In Laatzen-Mitte will die Stadt ein Gebäude erwerben und umbauen, in Ingeln-Oesselse könnte die Alte Schule zum provisorischen Hort werden. Im Doppeldorf regt sich allerdings Widerstand.

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In Laatzen-Mitte und Ingeln-Oesselse fehlen Kita-Plätze.

Quelle: Peter Kneffel/dpa

Laatzen-Mitte/Ingeln-Oesselse. In Laatzen-Mitte fehlen nach Angaben der Stadtverwaltung 50 Betreuungsplätze für Drei- bis Sechsjährige - und dies schon im nächsten Kindergartenjahr, das im August 2016 beginnt. Für einen Neubau dürfte die Zeit nicht reichen. Deshalb setzt die Stadt auf den Erwerb einer Altimmobilie, in der die prognostizierte Zahl an Kindern unterkommen kann.

Wo das Gebäude liegt und wie teuer der Kauf wird, hält die Verwaltung bislang geheim. "Mit Rücksicht auf die derzeit laufenden Verkaufsverhandlungen können zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben zum Standort gemacht werden", heißt es im Rathaus. Allein die Herrichtung der Räume einschließlich Umbauten im Bestand, Außenanlagen und Möblierung schätzt die Stadt auf 485.000 Euro - plus die Kaufsumme. Zum Vergleich: Für einen Neubau "gleichen Standards auf einem städtischen Grundstück", so heißt es in einer Ratsdrucksache, wären rund 1 bis 1,25 Millionen Euro erforderlich. Die Region fördert die Investition mit bis zu 135.000 Euro. Betriebsbeginn soll der 1. August 2016 sein.

Widerstand in Ingeln-Oesselse

Auch Ingeln-Oesselse hat Nachholbedarf bei der Schaffung von Kita-Plätzen. Der Engpass im Kindergartenbereich dürfte sich nach Einschätzung der Stadt zwar im Sommer 2016 auflösen, wenn viele Kinder in die Schule wechseln. Nach derzeitigem Stand fehlen dann allerdings mindestens sieben Hortplätze. Die Verwaltung will deshalb zum Schuljahresbeginn eine Hortgruppe in der Alten Schule in Ingeln einrichten. Dort war bereits in den neunziger Jahren übergangsweise eine Kindergartengruppe untergebracht.

"Anzustreben wäre ein temporärer Betrieb von drei Jahren", heißt es im Verwaltungspapier, Herrichtung und Inventar dürften 65.000 Euro kosten. Der Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt als Träger des benachbarten St.-Nicolai-Kindergartens habe sich grundsätzlich bereit erklärt, die Außengruppe zu übernehmen.

Im Ortrat werden die Pläne kritisch gesehen. Nach Ansicht von CDU-Ortsratsmitglied Manfred Alexander Looß sei bei der Alten Schule die "Parksituation schwierig". Auch böte das "Außengelände wenig Reiz für Kinder". "Es ist insgesamt unglücklich, die Alte Schule zu nehmen", findet Looß - und schlägt eine Alternativlösung im Kinder- und Jugendtreff Alte Penne vor. Ein Hauptgrund für die Bedenken dürfte allerdings der Umstand sein, dass die Räume derzeit von der Chorgemeinschaft und den Heimatfreunden genutzt werden. Looß sprach im Ortsrat vom "Kulturträger" Alte Schule. Schon bei früheren Umnutzungsplänen gab es Widerstand mit Rücksicht auf beide Vereinigungen.

Die Verwaltung stellt als Alternative lediglich in Aussicht, die Kinder "in einer anderen Hortgruppe im Stadtgebiet" unterzubringen - sofern es dort überhaupt Plätze gebe. Nach Schulschluss müssten die Kinder dann per Fahrdienst chauffiert werden. Ortsbürgermeister Heinrich Hennies setzt nun darauf, dass die Verwaltung bis zur nächsten Ortsratssitzung im Februar andere Vorschläge erarbeitet.

Von Johannes Dorndorf

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