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Stadt schreibt Flüchtlingsheim "elektronisch" aus

Laatzen-Mitte Stadt schreibt Flüchtlingsheim "elektronisch" aus

Die Stadt Laatzen sucht eine Baufirma für ihre am Wendehammer der Pestalozzistraße für 68 Menschen geplante temporäre Flüchtlingsunterkunft. Erstmals schreibt sie die Bauleistung auch im sogenannten E-Vergabe-Verfahren aus. Am 2. März soll der günstigste Anbieter ermittelt werden.

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Am Wendehammer der Pestalozzistraße, zwischen der Turnhalle des Erich-Kästner Schulzentrums (rechts) und der Grundschule Pestalozzistraße (oben) soll dieses Jahr eine temporäre Flüchtlingsunterkunft (rot) für 68 Menschen entstehen.

Quelle: Stadt Laatzen

Laatzen-Mitte. "Alle Baufirmen sind aufgerufen, sich auf die Generalunternehmerleistung zur Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft in Holz-Modulbauweise zu bewerben", teilte Stadtsprecher Matthias Brinkmann mit. Das zweigeschossige Gebäude mit Flachdach und sogenannter Laubengangerschließung wird mit einer Bruttogeschossfläche von 1118 Quadratmetern ausgeschrieben – erstmals auch elektronisch. Der Beginn der Ausführung ist für Ende März terminiert. "Schlüsselfertig" soll das Gebäude Ende November sein. Die Inbetriebnahme ist laut Brinkmann für Anfang 2017 vorgesehen.

Neue EU-Richtlinie

Die elektronische Ausschreibung über das Vergabeportal www.dtvp.de ist ein Testlauf für die Stadt Laatzen. Zu Mitte April tritt zwar eine neue EU-Richtlinie zur öffentlichen Auftragsvergaben in Kraft, wonach Bietern ein uneingeschränkter und unentgeltlicher Zugang zu Bekanntmachungen und Vergabeunterlagen gewährt werden muss. Allerdings gilt dafür ein Schwellenwert von aktuell 5,2 Millionen Euro und die geplante Flüchtlingsunterkunft in Laatzen-Mitte liegt darunter: Die reinen Baukosten werden auf 2,06 Millionen Euro geschätzt. Insgesamt soll die an der Pestalozzistraße geplante Unterkunft maximal 3 Millionen Euro kosten. So viel Geld hat der Rat qua Beschluss im Haushalt bewilligt. Der Betrieb der Unterkunft wird separat ausgeschrieben.

Die Stadt hofft mit dem E-Vergabe-Verfahren auf zusätzliche Bewerber: Derjenige, der ein der Ausschreibung entsprechendes vollständiges Angebot vorlegten kann und den günstigsten Preis nennt, erhält den Zuschlag. Ermittelt wird der Generalunternehmer für die Unterkunft an der Pestalozzistraße nach dem Submissionstermin am Mittwoch, 2. März. Um Punkt 11 Uhr werden dann im Rathaus alle fristgerecht eingereichten Angebote zeitgleich geöffnet und anschließend geprüft.

Ausschreibung für Rethen wird vorbereitet

Für das Frühjahr bereitet die Stadt die nächste elektronische Ausschreibung vor, ebenfalls für eine Flüchtlingsunterkunft: In Rethen auf dem Gelände mit dem alten Asylbewerber- und Obdachlosenheim soll ein zusätzliches dreigeschossiges Gebäude für bis zu 130 Menschen entstehen – in Wohneinheiten für eine bis acht Personen. Für das Gesamtprojekt stehen im Haushalt 4,7 Millionen Euro bereit. Die reinen Baukosten liegen laut Stadt bei 3,6 Millionen Euro.

Von Astrid Köhler

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