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Stadt will Einkaufszentrum neu ordnen

Alt-Laatzen Stadt will Einkaufszentrum neu ordnen

Fünf Jahre nach der Schließung des Ratio-Warenhauses am Alt-Laatzener Einkaufszentrum steht immer noch ein Teil der Fläche leer. Jetzt strebt die Stadt eine Neuordnung an, die die Suche nach einem Mieter sogar erschweren könnte. Ziel ist es, das Leine-Center vor Konkurrenz zu schützen.

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Mit der Ansiedlung von Decathlon ist die Ladenzeile im Alt-Laatzener Einkaufszentrum zwar wieder fast komplett mit Geschäften belegt...

Quelle: Dorndorf

Alt-Laatzen. Alle reden vom Leine-Center - mit dem Einkaufszentrum zwischen Stuttgarter und Karlsruher Straße gibt es im Stadtgebiet jedoch ein zweites Schwergewicht im Laatzener Einzelhandel. Knapp 36 Millionen Euro werden dort nach Angaben der Beratungsgesellschaft Cima jährlich umgesetzt. Das ist nach Cima-Schätzungen mehr als ein Drittel des Leine-Center-Geschäfts - den im Herbst eröffneten Rewe Markt ausgeschlossen.

Es könnte noch mehr Umsatz sein. Denn trotz der Ansiedlung von Decathlon im Jahr 2013 hat sich noch kein Einzelhändler für die restlichen 3000 Quadratmeter des ehemaligen Warenhauses gefunden, der Bereich wird derzeit temporär von einem Flohmarkt genutzt. Auch ein Café in der Ladenpassage steht leer.

Nun hat die Stadt damit begonnen, den Komplex städteplanerisch neu zu ordnen. Der Rat hat dafür in der vergangenen Woche einen neuen Bebauungsplan auf den Weg gebracht. Konkret geht es darum, die Nutzung vor allem der leeren Warenhaus-Räume neu festzulegen, wie Stadtbaurat Axel Grüning erläutert. Vorlage dafür solle das städtische Einzelhandelskonzept der Beratungsgesellschaft Cima sein, das im Sommer 2015 beschlossen wurde.

Darin heißt es unter anderem, dass der Alt-Laatzener Standort dem Leine-Center möglichst keine weitere Konkurrenz machen sollte. Im Detail geht es um die sogenannten zentrenrelevanten Sortimente wie Bekleidung, Schmuck, Uhren und Optik. "Schon jetzt ist der Anteil durch die umfangreichen Verkaufsflächen bei Decathlon und Takko mit mehr als 5500 Quadratmetern relativ hoch", stellen die Gutachter fest. Mehr sollten es nur "in begrenzter Form als Randsortimente werden".

Sollte dies die Stadt per Bebauungsplan festschreiben, würde das den Spielraum der Ratio Immobilien GmbH als Eigentümerin einschränken. "Wir sind gehalten, unsere Interessen wahrzunehmen", sagt deren Prokurist Friedhelm Stilling, im Konfliktfall schließe er auch eine gerichtliche Auseinandersetzung nicht aus. "Nichtsdestotrotz sind wir immer zu einer vernünftigen Lösung mit der Stadt gekommen. Das hoffe ich jetzt auch."

Die Stadt betont, dass man einen Konsens anstrebt. So heißt es im Ratsbeschluss, man wolle "gemeinsam mit den Grundstückseigentümern zukunftsfähige Nutzungsperspektiven entwickeln". Im Idealfall ließe sich möglicherweise das umsetzen, was die Cima-Gutachter im Sinne haben: "In Ergänzung zum Sportfachmarkt böte sich beispielsweise die Ansiedlung eines Fahrradfachmarkts an", heißt es in deren Papier.

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