Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Stadt setzt sich für Eisbus und Indoor-Park ein

Laatzen Stadt setzt sich für Eisbus und Indoor-Park ein

Die Laatzener Jugend hat viele Ideen, wie sich das Freizeitangebot in der Stadt aufpeppen lässt. Im Zuge des Planspiels Pimp Your Town nahm die Verwaltung am Dienstag im Wirtschaftsausschuss Stellung, unter anderem zu Anträgen für einen Eisverkaufswagen, den Bau eines Indoor-Parks sowie eines Kinos.

Voriger Artikel
Westermann ist Laatzens neuer Polizeichef
Nächster Artikel
Hort zieht erst später ins TSV-Vereinsheim

Mehr Freizeitangebote für Jugendliche in Laatzen: Stadtrat Stefan Zeilinger (am Quertisch, Mitte) erläutert einer Schülergruppe und dem Wirtschaftsausschuss in der Mensa des Erich-Kästner-Schulzentrums die Stellungnahme der Verwaltung zu deren Anträgen aus dem Planspiel Pimp your Town.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen. Aus formalen Gründen waren zwar nicht die Jugendlichen, sondern eine interfraktionelle Ratsgruppe von SPD, CDU, Grünen und Die Linke die offiziellen Antragsteller. Gleichwohl trugen Schüler die Vorschläge im Ausschuss vor. Demnach wünschte sich die Laatzener Jugendlichen, dass ein Eiswagen durch die Stadtteile fährt, in "denen es keinen kurzen Weg zum nächsten Eisladen gibt". Außerdem vermissten sie in Laatzen einen Kletterpark, ein Indoor-Park sowie ein Kino.

Wie mehrere Ratsleute lobte auch Stadtrat Stefan Zeilinger das Engagement der Schüler. Die Verwaltung habe sich mit den Anträgen eingehend beschäftigt und auf ihre Umsetzung hin geprüft. Das Ergebnis war in der Summe zwar eher ernüchternd, ließ aber auch Raum für Alternativen.

Die Ansiedlung einer Kletter- oder Boulderhalle gilt als unrealistisch, nachdem es 2013/14 schon mehrere Gespräche mit privaten Betreibern gab und sich herausstellte, dass keine ausreichend hohen Hallen in Laatzen leer stehen. Alternativ hat der Deutsche Alpenverein zwischenzeitlich kaum zwei Kilometer von Laatzen entfernt eine Halle an der Peiner Straße eröffnet. Deren Kontaktadresse solle nun an die Laatzener Schulen weitergereicht werden, heißt es. Der Versuch, einen Investor für einen Hochseilgarten am Rodelberg zu finden, solle nach mehreren Gesprächen im Jahr 2012 und einer dann unbeachteten Ausschreibung noch einmal neu gestartet werden.

Offen reagierte die Verwaltung auf den Antrag für einen Indoor-Park. Die Verwaltung werde "in den nächsten Wochen potenzielle Betreiber anschreiben und auf den Standort Laatzen und das große Interesse von Jugendlichen an einem Indoor-Park hinweisen", heißt es in der Stellungnahme. Auch solle "von uns aus unverzüglich", wie Zeilinger betonte, mit hiesigen Betreibern von Eisdielen und Cafés gesprochen wegen des Wunsches nach einem Eisbus.

Die Eröffnung eines Kinos hat in Laatzen weiter schlechte Aussichten. Diverse Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und Gespräche mit Betreibern, wie zuletzt 2014, hätten stets ergeben, dass sich ein Kino in unmittelbarer Nähe zu Hannover und den dortigen Kinos nicht rechnet. Sinnvoller seien vielmehr Kinoprojekte wie im Jugendzentrum, der Stadtbücherei oder im Park der Sinne.

doc6pz3dynuq6pg7ugfd1a

Mehr Freizeitangebote für Jugendliche in Laatzen: Stadtrat Stefan Zeilinger (am Quertisch, Mitte) erläutert einer Schülergruppe und dem Wirtschaftsausschuss in der Mensa des Erich-Kästner-Schulzentrums die Stellungnahme der Verwaltung zu deren Anträgen aus dem Planspiel Pimp your Town.

Quelle: Astrid Köhler

Von Astrid Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6sn6xlojv6bazd48df0
Grasdorferin berichtet über Wiederaufbau in Nepal

Fotostrecke Laatzen: Grasdorferin berichtet über Wiederaufbau in Nepal