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Stadt warnt vor dubiosen Anzeigenwerbern

Laatzen Stadt warnt vor dubiosen Anzeigenwerbern

Ein dubiose Anzeigenfirma ist zurzeit auf Kundenfang in Laatzen. Das Unternehmen hat mindestens eine Firma angerufen, die in einer städtischen Broschüre inseriert hat - und gibt vor, es gehe lediglich um eine Verlängerung. Die Stadt warnt davor, solche Angebote anzunehmen.

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Die Stadt geht auf Distanz: Stadtsprecherin Ilka Hanenkamp-Ley mit dem Schreiben der Firma, die auf dubiose Weise um Anzeigen wirbt.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen. Am Anfang klang noch alles ganz seriös: Am Donnerstagvormittag bekam Alexander Eidt einen Anruf. "Es war eine Dame mit ausländischem Akzent dran, die mir erzählte, ich hätte ja schon einmal in einer Info-Broschüre inseriert und ob ich sie nicht verlängern wolle", sagt Eidt, der das Tennis- und Freizeitcenter in Alt-Laatzen betreibt. Das ganze sei eine "attraktive Angelegenheit", habe es am Telefon geheißen. Er müsse lediglich ein Fax unterschreiben, das ihm in Kürze zugehe.

Tatsächlich hatte der Laatzener im vergangenen Jahr in der Hochzeitsbroschüre der Stadt Laatzen inseriert - und prompt jene Anzeige wurde ihm dann auch per Fax vorgelegt. Als er dann allerdings las, dass er da mit einer Firma "BDN Media" aus Istanbul einen Vertrag eingehen solle, es sich um die "ihm bekannte Bürger-Info" handle und das Ganze dann auch noch 1165 Euro plus Steuern kosten würde, wurde er skeptisch. Ein Anruf bei der Stadt Laatzen bestätigte: Mit der Hochzeitsbroschüre hat die dubiose Offerte nichts zu tun. Eidt hat daraufhin nicht unterschrieben.

Bürgermeister Jürgen Köhne weist ausdrücklich darauf hin, dass "kein Auftrag vergeben wurde, um Anzeigen für städtische Broschüren zu anzuwerben." Alle Broschüren, die im Auftrag der Stadt erstellt werden, seien zudem durch ein Anschreiben des Bürgermeisters autorisiert, ergänzt Stadtsprecherin Ilka Hanenkamp-Ley 

Es ist längst nicht der erste Fall dieser Art. Im Februar 2015 etwa hatte sich die Stadt von Firmen distanziert, die die gleiche Masche anwandten. Schon damals warnte die Verwaltung ausdrücklich vor der "Bürger-Info", für die auch diesmal wieder geworben wurde.

Betroffen ist auch die Mediengruppe Madsack, zu der diese Zeitung gehört. Der Verlag hat jene Hochzeitsbroschüre, in der Eidt seinerzeit inseriert hatte, im Auftrag der Stadt erstellt. "Das sind unseriöse Firmen, die sich unseren guten Ruf zunutze machen wollen", sagt Marcel Lensch, Verlagskoordinator Region Süd. Er weist darauf hin, dass die Madsack-Mediaberater sich auch am Telefon stets als solche auswiesen. "Wir würden auch nie von einer 0800er- oder einer unterdrückten Nummer aus anrufen."

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