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Flüchtlinge ziehen in Laatzener Grundschule

Alt-Laatzen Flüchtlinge ziehen in Laatzener Grundschule

Die Stadt Laatzen hat angekündigt, nun auch Flüchtlinge in der Alt-Laatzener Grundschule Rathausstraße unterzubringen. Ab übernächster Woche sollen sukzessive bis zu 52 Menschen aufgenommen werden. Am Mittwoch will die Verwaltung über die Pläne informieren.

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In der Grundschule Rathausstraße sollen Flüchtlinge untergebracht werden. Sie erhalten einen separaten Eingang und Bereich auf der anderen Seite des Gebäudes.

Quelle: Astrid Köhler

Alt-Laatzen. "Wie alle Kommunen in Deutschland wird auch Laatzen in den nächsten Monaten viele weitere Flüchtlinge unterbringen", teilte Stadtsprecher Matthias Brinkmann am Montagnachmittag mit. Die Verwaltung bemühe sich intensiv um die Bereitstellung geeigneter Wohnräume in ganz Laatzen - und kam nun auf die Grundschule Rathausstraße. Dort stehen seit der Auflösung der Hauptschule sechs Klassenräume leer, die nun mit Betten und weiteren Möbeln zur Unterbringung von bis zu 52 Menschen hergerichtet werden.

Die Stadt erwarte jede Woche etwa 15 Asylbewerber aus der Erstaufnahmerichtung in Braunschweig, sagte Brinkmann. Binnen drei bis vier Wochen dürften demnach alle Plätze belegt sein. Mit der Sammelunterkunft in Rethen und der im Juni geschaffenen in Ingeln-Oesselse verfügt die Stadt dann über drei Einrichtungen für Flüchtlinge und Asylbewerber.

Die Unterbringung im Hauptschultrakt sei bis Sommer 2016 geplant, danach würden dort wieder Räume für den Schulbetrieb benötigt, so Brinkmann. Der Eingang zur Unterkunft werde separat sein: Die Flüchtlinge würden den Eingang im rückwärtigen Teil des Hauptschultrakts nutzen, der zum Schulhof hin abgetrennt werde. "Es gibt keinerlei Auswirkungen auf den Schulbetrieb", betonte Brinkmann, auch die Turnhallen blieben unberührt. Betreiber sei die DRK Soziale Dienste gGmbH - einschließlich Sicherheitsdienst und Sozialarbeit.

Die Schulelternratsvorsitzende Nafize Caglar erfuhr erst über die Presseanfrage von den Plänen – und äußerte sich grundsätzlich verständnisvoll: "Ich finde es richtig und wichtig, Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen." Nun gelte es, so gut wie möglich zu planen, damit das Schulleben nicht eingeschränkt wird. Ganz ähnlich äußerte sich ein Vater: "Wir sind prinzipiell hilfs- und aufnahmebereit." Es bleibe allerdings abzuwarten, ob sich der laufende Schulbetrieb und die Unterbringung der vielen Menschen miteinander vertrage.

Die Schulleitung war bisher noch nicht für ein Statement erreichbar.

Erste Antworten für Eltern, Anwohner und andere Interessierte will die Verwaltung bei einem Informationsabend am Mittwoch, 14. Oktober, geben. Beginn ist um 18 Uhr in der Aula der Schule, Alte Rathausstraße 39.

Von Johannes Dorndorf und Astrid Köhler

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