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Kommt Rathaus-Anbau auf den Marktplatz?

Laatzen-Mitte Kommt Rathaus-Anbau auf den Marktplatz?

Die Stadt prüft derzeit mehrere Varianten zur Modernisierung des Rathauses - darunter auch einen Anbau auf dem Marktplatz. Die Planung ist wegen anderer Bauprojekte jedoch ins Stocken geraten. Aus Platzmangel soll nun eine Außenstelle eingerichtet werden.

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Eine Variante von vielen: Sollte Laatzens Rathaus tatsächlich um einige Etagen verkleinert werden, würde bei der L-Variante der Parkplatz überbaut.

Quelle: Dorndorf

Laatzen-Mitte. Eigentlich wollte die Stadt 2018 mit der Sanierung des teils maroden Rathauses fertig sein - so sahen es die Pläne noch vor wenigen Jahren vor. Inzwischen ist Ernüchterung eingekehrt: Zuerst kamen die Schulsanierungen dazwischen, dann der Turnhallenbrand an der KGS, später die Flüchtlingskrise. Mit dem Bau werde "nicht vor 2019/2020" begonnen, sagt Stadtbaurat Axel Grüning über den aktuellen Stand. "Nur wenn es sehr gut läuft eventuell schon 2018".

Im Rathaus - Baujahr 1975 - wird es derweil eng: Die Zahl der städtischen Beschäftigten ist in den vergangenen zehn Jahren von 506 auf 672 gestiegen. Die Verwaltung plant deshalb eine neue Außenstelle: 20 bis 25 Mitarbeiter, so Grüning, könnten in das im Dezember erworbene Bürohaus Gutenbergstraße 15 wechseln. Wie berichtet, sollen dessen obere Etagen ab Mitte April zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. Frühestens ab 1. August, so Grüning, könnte dann ein Teil der Verwaltung das Erdgeschoss beziehen, in dem derzeit noch das Gesundheitsamt der Region untergebracht ist.

Wie das Rathaus selbst nach einer Sanierung aussehen soll, ist noch völlig in der Schwebe . "Es sind noch alle Varianten im Rennen", sagt Grüning - vom Abriss über einen Teilrückbau mit Anbau bis zur Modernisierung im Bestand. Sollte es auf einen Anbau hinauslaufen, würde die Höhe des Rathauses wohl halbiert, übrig blieben dann sechs bis sieben Etagen. Für den Anbau waren zuletzt zwei Grundvarianten im Gespräch, sagt Grüning: Bei der ersten würde man den bestehende Riegel um einen neuen Gebäudeflügel auf dem bisherigen Rathausparkplatz ergänzen, so dass die Form eines L entsteht. Alternativ möglich wäre ein parallel zum Rathaus verlaufender Trakt mit Verbindung zum Altgebäude.

"Alle Varianten sind allerdings entstanden, als über den Kauf des Gebäudes an der Gutenbergstraße noch nicht geredet wurde", sagt der Stadtrat. "Möglicherweise bietet sich das Gebäude nicht nur als Umzugsquartier, sondern als langfristige Lösung an" - dann wären die bisherigen Pläne wohl teilweise Makulatur.

Die Entscheidung hängt auch von den Kosten ab, die auf 20 bis 30 Millionen Euro geschätzt werden. Die bereits begonnene Wirtschaftlichkeitsuntersuchung werde frühestens im Herbst, voraussichtlich eher im nächsten Jahr vorliegen. "Es gibt andere Projekte wie Schulen und Flüchtlingsunterkünfte, die derzeit vorgehen", stellt der Stadtbaurat klar. Wie berichtet, hatten Laatzens Politiker zuletzt den Druck auf die Verwaltung erhöht, bei der Schulsanierung mehr Tempo aufzunehmen.

Förderprogramm für Marktplatz läuft aus

Klar ist schon jetzt, dass sich mit der Verzögerung beim Rathausprojekt auch die Neugestaltung des Marktplatzes verschieben wird. Zwar will die Stadt noch in diesem Jahr mit dem südlichen Bereich auf Höhe des Stadthauses beginnen. Der nördliche, weitaus größere Teil jedoch könne erst nach der Rathaussanierung angefasst werden. "2020/21 wäre der frühestmögliche Zeitpunkt", sagt Stadtrat Axel Grüning. Ein mögliches Problem: Das Städtebau-Förderprogramm Soziale Stadt ("Laatzen-Mitte wird top") läuft Ende 2021 aus. Sollte es nicht verlängert werden, fiele nicht nur die Zwei-Drittel-Förderung von Bund und Land weg, sondern es müssten sich die Anlieger über Straßenausbaubeiträge an den auf 950.000 Euro geschätzten Kosten beteiligen.

Grüning ist allerdings zuversichtlich, dass das Programm verlängert wird. "Das ist in anderen Städten in vergleichbaren Fällen auch so gelaufen", sagt der Stadtbaurat.

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