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Nach fünf Tagen Kitastreik gibt's Geld zurück

Laatzen Nach fünf Tagen Kitastreik gibt's Geld zurück

Kita-Streiks wie der im Frühjahr 2015 kosten Eltern nicht nur Nerven, sondern belasten sie auch monetär: Bislang galt in Laatzen bei den städtischen Kitas die Regel, dass Beiträge erst nach einem Streikmonat erstattet werden. Dies soll sich nun ändern.

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Künftig sollen Kita-Beiträge bei Streiks in Laatzen schon nach fünf Tagen erstattet werden, schlagen Verwaltung und Eltern vor.

Quelle: Axel Heimken

Laatzen. Beim Streik im Mai und Juni 2015 hatten Laatzener Eltern Glück im Unglück. Der Streik dauerte seinerzeit mehr als vier Wochen - vielen fiel die Betreuung ihrer Kinder über einen so langen Zeitraum schwer. Immerhin aber überschritt die Streikdauer knapp die entscheidende Schwelle von einem vollen Monat, ab der Beiträge zurückerstattet werden.

Künftig sollen solche finanziellen Kompensationen weniger vom Zufall abhängen. Auf Beschluss des Rates hatte die Verwaltung in den vergangenen Monaten Elternvertreter des Stadtkindertagesstättenbeirats zu einer Arbeitsgruppe eingeladen, in der über eine Neuregelung diskutiert werden sollte. Das Ergebnis liegt jetzt vor: Anspruch auf Erstattung hätten Eltern demnach künftig ab einer fünftägigen Schließung - die Tage müssen direkt aufeinander folgen und aus "demselben Grund" erfolgen, heißt es im Entwurf, der noch vom Rat der Stadt beschlossen werden muss.

Die neue Benutzerordnung, auf die sich Verwaltung und Eltern nun geeinigt haben, umfasst noch weitere, kleinere Änderungen. Die Wichtigste: Eltern von Hortkindern müssen künftig bereits Ende Januar nachweisen, dass sie - etwa aus beruflichen Gründen - im folgenden Betreuungsjahr einen Hortplatz benötigen. Bislang galt die Frist bis Ende April. "Damit erfahren insbesondere die berufstätigen Eltern früher als bisher, ob ihr Kind bei der Platzvergabe Berücksichtigung findet", heißt es in einer Erläuterung der Stadtverwaltung.

Die Ratsgremien müssen über die Neuregelung noch entscheiden. Sollte der Rat in seiner Sitzung am 3. März zustimmen, treten die Änderungen unmittelbar danach in Kraft.

Von Johannes Dorndorf

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