Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Netzwerk für Flüchtlinge wird weiter gefördert

Gleidingen Netzwerk für Flüchtlinge wird weiter gefördert

Die Geschäftsstelle des Netzwerks für Flüchtlinge in Laatzen wird auch 2017 gebraucht und ist dabei auf städtische Förderung angewiesen. Der Fachausschuss hat die beantragten 42.000 Euro einhellig bewilligt und auch über nötigen weitere Schritte der Integration gesprochen, wie die Unterkünfte.

Voriger Artikel
Polizei bietet ab sofort offene Sprechstunde an
Nächster Artikel
Die Hörregion macht Station in Laatzen

Die Koordinatorin der Geschäftsstelle des Flüchtlingsnetzwerks in Laatzen, Mareike Fruth, stellt dem Fachausschuss die Tätigkeit des Netzwerks vor. Die Mitglieder des Ausschusses für Gesellschaft, Sport und Soziales tagte am Montag im Gleidinger Schützenhaus.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen. Im Gegensatz zu 2015 und dem Jahresbeginn, gehe es in Laatzen nicht mehr darum, kurzfristig viele Flüchtlinge unterzubringen, sagte die SPD-Ratsfrau Petra Herrmann, zugleich Vorsitzende des Trägervereins Netzwerk für Flüchtlinge. Sie erinnert daran, dass einige der Bewohner der jetzigen städtischen Sammelunterkunft in der Gutenbergstraße bereits zuvor provisorisch in der Grundschule Rathausstraße wohnten – und davor in Erstaufnahmeeinrichtungen und auf der Flucht waren. Die Bedingungen in Laatzen für die Menschen so zu verbessern, dass mehr Lebensqualität entsteht "wird uns in den nächsten Monaten beschäftigen", sagte die Ratsfrau.

Wie die Koordinatorin der Geschäftsstelle des Flüchtlingsnetzwerks Mareike Fruth berichtete, warten in Laatzen derzeit 506 Menschen im Asylverfahren auf eine Entscheidung. Und für die Stadt merkte Fachbereichsleiter Thomas Schrader an: "Auch wenn es geräuschloser ist als im vergangenen Jahr: Es kommen sehr wohl noch Flüchtlinge an." Über den Familiennachzug sind seit Mai 40 Personen in Laatzen aufgenommen worden. Die Verwaltung bleibe im engen Austausch miteinander, um zu helfen, nicht nur bei der Wohnraumvermittlung.

Zu Beginn der Ausschusssitzung im Klubhaus der Gleidinger Schützen hatte Fruth den Tätigkeitsbericht des Netzwerks vorgelegt. Sie erläuterte die Arbeit der 217 Freiwilligen, stellte die vier Arbeitsgemeinschaften – Einzelbetreuung, Sprache, Freizeit und Spenden – sowie Aktionen vor, ging auf die Aufgaben der Geschäftsstelle, die Zusammenarbeit und den Austausch mit Dritten wie der Stadt, der Leine VHS und Kausa und verschiedene Angebote ein. "Mein persönliches Ziel ist es, alle Angebote für Laatzen auf die Homepage des Netzwerks zu bekommen", sagte die Koordinatorin.

Mit dem allgemeinen Wissen um die Situation und dem Eindruck des gerade gehörten Vortrags hob Bürgermeister Jürgen Köhne die Bedeutung der Geschäftsstelle heraus. Diese sei eine feste Anlaufstelle, habe Schlüsselfunktionen und dort gebe es immer einen Ansprechpartner. "Das war das Ziel und das muss es auch bis auf weiteres bleiben", so Köhne: "Wir sind noch nicht an dem Punkt angekommen, in dem es geeignet wäre, die Förderung einzustellen."

Der Antrag des Trägervereins für die Bereitstellung von 41.910 Euro zur sogenannten Defizitabdeckung wurde einstimmig beschlossen.

Mehrheitlich abgelehnt wurde hingegen der von der FDP beantragte Masterplan zur Integration von Flüchtlingen. Vieles sei gar nicht planbar und die Verwaltung stimme sich intern und teamübergreifend bereits regelmäßig ab. Köhne ergänze: "Im Prinzip ist es kein statischer sondern ein lebendiger Plan, den wir im Moment eins zu eins verfolgen und umsetzten."

Von Astrid Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Die neuen Mitglieder des Stadtrates Laatzen

Die Bürger in Laatzen haben bei der Kommunalwahl auch über ihren Stadtrat abgestimmt. Die Mitglieder im Überblick.

Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6rn7vl1lk4h4fu61fpo
Sopranistin singt Mozart-Werke bei St. Nicolai

Fotostrecke Laatzen: Sopranistin singt Mozart-Werke bei St. Nicolai