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Unterflurcontainer sind Option für Wertstoffinsel

Alt-Laatzen Unterflurcontainer sind Option für Wertstoffinsel

In Amsterdam gibt es sie häufig, in Deutschland noch eher selten: in die Erde eingelassene Altglascontainer, die oberirdisch wie Mülleimer aussehen. Die Stadt Laatzen hat nun im Zuge des Wandels am Alten Markt die Installation der ersten Unterflurcontainer angeregt.

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Noch wird sie vom Grundstückseigentümer geduldet, doch mit dem Baubeginn des neue Quartiers 2017 wird die Wertstoffinsel an dieser Stelle des Alten Marktes aufgelöst. Die Stadt hat verschiedene andere Standorte geprüft und hält unter bestimmten Voraussetzungen auch die Installation sogenannter Unterflurcontainer für möglich.

Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

Alt-Laatzen. Anlass für die Überlegungen ist das künftige Quartier auf dem früheren Betriebshofgelände: Ab 2017 baut Meravis dort 73 Geschosswohnungen und Reihenhäuser. Die Stadt hat den politischen Auftrag, einen Alternativstandort für die Wertstoffinsel am Alten Markt zu finden, die auf dem Quartiersgelände steht und zum Baubeginn aufgelöst wird.

„Geeignete Standorte haben sich trotz intensiver Suche nicht finden  lassen, da die wenigen freien Plätze, die überhaupt von Lkw angefahren werden können, in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung liegen“, schreibt Baustadtrat Axel Grüning in einer Mitteilung für die nächste Laatzener Ortsratssitzung. Problematisch ist vor allem die Lärmbelastung durch klirrendes und splitterndes Glas.

Sechs andere Standorte hat die Stadt geprüft, überall gibt es Einschränkungen: So lässt sich der Parkplatz Kampstraße nicht – wie für die Entleerungstouren nötig – nur im Vorwärtsgang anfahren, beim Parkplatz Leinerandstraße/Friedrich-Engels-Straße würden der Mindestabstand von zwölf Metern zur Wohnbebauung unterschritten, und an der Alten Rathausstraße Höhe Alte Schmiede/Kurze Straße würde die Fahrbahn eingeengt. Auf der Grünfläche der Talstraße zur Alten Rathausstraße verhindern Bäume die Leerung, zudem würde der Einmündungsbereich blockiert. Ähnlich problematisch sind der Hermes Platz (die Grünfläche zwischen August-Bebel-Straße und Leinerandstraße) sowie eine potenzielle Wertstoffinsel am Lindenplatz mit dem denkmalgeschützen Wohnumfeld.

Allerdings könnte der Standort am Alten Markt nun offenbar doch erhalten werden – um einige Meter versetzt, mit nur noch drei statt wie bisher vier Altglascontainern und gänzlich ohne Papierbehälter. In diesem Zusammenhang bringt die Stadt die Unterflurcontainer ins Gespräch. Der Vorteil ist neben dem unscheinbareren Erscheinungsbild und einem mitunter mehr als doppelt so großen Fassungsvermögen, dass bei der Nutzung deutlich weniger Lärm entsteht. Doch neben der Wartung ist die Einrichtung solcher Anlagen für drei Glasfarben teuer – laut Grüning "grob geschätzt 30 000 Euro". Geld, das nicht Aha, sondern die Kommune zahlen müsste. Der Einkaufspreis eines herkömmlichen, etwa zwei Kubikmeter fassenden Containers liegt laut Aha bei etwa 1000 Euro. Hinzu kommt, dass Unterflurcontainer sich nicht überall einbauen lassen, weil etwa Kanäle oder Leitungen im Weg sind.

In der Stadt Hannover indes sind schon zwei solcher Anlagen in Betrieb: 2014 verschwand an der Wunstorfer Straße in Limmer die regionsweit zweite Unterfluranlage zwei Meter tief in der Erde; die erste entstand mit der Entwicklung des Kronsbergviertel am Försterkamp/Ecke Jakobskamp.

Eine Entscheidung, ob die Wertstoffinsel am Alten Markt erhalten, verlegt oder aufgegeben wird, ist noch nicht getroffen. Das Thema beschäftigt den Ortsrat am Dienstag, 15. November,  18 Uhr.

Ortsrat wählt am Dienstag neuen Ortsbürgermeister

Die Wertstoffinsel am Alten Markt ist nur eines der Themen im Ortsrat am Dienstag, 15. November. In der ersten Sitzung stehen zunächst die Verpflichtung und Belehrungen der neuen Mitglieder sowie die Wahl des Ortsbürgermeisters an. Weitere Themen sind die aktuelle Entschlammung des Marktteichs, die Besetzung der Lenkungsrunde des Programms "Soziale Stadt", die Gewässerschau sowie die Planung der Krippen- und Kindertagespflegeausbauplanung. Die öffentliche Sitzung im Rathauszimmer 503, Marktplatz 13, beginnt um 18 Uhr.

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Von Astrid Köhler

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