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Sauerstofftanks an Pumpstationen haben ausgedient

Grasdorf/Gleidingen Sauerstofftanks an Pumpstationen haben ausgedient

Vorbei die Zeit, in denen das Laatzener Schmutzwasser in Grasdorf und Gleidingen mit Sauerstoff aufgefrischt wurde. Weil der erhoffte Erfolg bei der Geruchsreduzierung ausblieb, hat die Stadt am Montag zwei von drei seit den 1980er Jahren an Pumpstationen vorhandene Sauerstofftanks abbauen lassen.

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Tank schwebt durch die Luft: Ein Kran hebt den Sauerstofftank der 2014/15 erneuerten Pumpstationen in Gleidingen von seinem bisherigen Standort am alten Gebäude (rechts im Bild) ...

Quelle: Astrid Köhler

Grasdorf/Gleidingen. "Der Sauerstoff ist dafür da, um das Schmutzwasser nicht faulen zu lassen", erklärt Anja Gnad vom Team Tiefbau. Gerade an langen Druckleitungen ließen Betreiber von Schmutzwasseranlagen daher das Gas zugesetzt, wenn es länger als zwei Stunden steht. Der Abschnitt in Grasdorf sei allerdings gar nicht so lang und reiche gerade mal vom der Straße am Peterskamp, neben dem Klubhaus des VfL Grasdorf, zum Aqualaatzium. Als 2011 Teile der Anlage am Peterskamp ausgetauscht wurden, sei der Sauerstofftank schon gar nicht mehr angeschlossen worden. Und siehe da: Es war kaum ein Unterschied zu merken.

Ebenso verhält es sich an der Gleidinger Pumpstation in der Leinemasch, wo seit 1986 mit Sauerstoffzugaben gearbeitet wurde. Im Zuge der Erneuerung der gesamten Anlage wurde die separate Sauerstoffanlage mit dem Tank 2014 vom Netz genommen. Das Ergebnis war dasselbe wie in Grasdorf.

Am Montag nun wurden die Tanks in minutiöser Arbeit von zwei Kranfahren mit 20 und 30 Tonnen schweren Geräten und einem Tieflader in kürzester Zeit abgebaut und wegtransportiert. Wie die Laatzener Verwaltungsmitarbeiterin Gnad mit Verweis auf die Fachfirma sagte, gibt es Einsätze wie diese gerade verstärkt. Mehrere Kommunen halten die Sauerstoffzugabe offenbar für entbehrlich – wohl auch aus Kostengründen.

"Durch den Abbau der Tanks an den Pumpstationen Maschstraße und Peterskamp spart die Stadt rund 5900 Euro Mietkosten für die Anlagen im Jahr", teilte Stadtsprecher Matthias Brinkmann auf Anfrage mit. Die Einspeisung von Sauerstoff an diesen Standorten würden im Falle eines Weiterbetriebes rund 64.000 Euro jährlich kosten.

Eine Pumpstation nutzt noch Sauerstoff

Gänzlich verzichtet wird aber in Laatzen mit seinen insgesamt 16 Pumpstationen noch nicht auf Sauerstoff. In der Anlage am Rethener Erbenholz wird das Gas weiterhin zugesetzt. Die Anlage liegt am sogenannten Oststrang des Laatzener Kanalnetzes. Darin müssten längere Strecken der Druckleitungen überwunden werden. Die Sauerstoffeinspeisung einschließlich Anlagenmiete an der Peiner Straße in Rethen kostet nach Stadtangaben etwa 39.600 Euro pro Jahr.

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Fotostrecke Laatzen: Sauerstofftanks an Pumpstationen haben ausgedient

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Von Astrid Köhler

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