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Stadt macht Versorgung in Alt-Laatzen zum Thema

Alt-Laatzen Stadt macht Versorgung in Alt-Laatzen zum Thema

Nach den Schließungen von Post und Sparkasse will die Stadt nun die Wohn- und Versorgungslage in Alt-Laatzen zum Thema machen: Im Juni ist ein erster Workshop mit Bürgern geplant. Unterdessen hat im Ortsrat das Thema Post hohe Wellen geschlagen.

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Stephan Siekmann, Politikbeauftragter der Deutschen Post, erläutert dem Ortsrat die Pläne der Post für Alt-Laatzen.

Quelle: Dorndorf

Alt-Laatzen. Bei der Ortsratssitzung am Donnerstagabend ging es ziemlich hoch her. Anlass waren die Erläuterungen von Stephan Siekmann, Regionaler Politikbeauftragter der Deutschen Post, der sich zur Filialschließung Ende April äußerte. "Wir bedauern das sehr, weil wir mit einem Angebot in Alt-Laatzen bleiben wollen", versicherte Siekmann. Das Unternehmen habe mehrere Kaufleute angesprochen - es habe sich jedoch niemand für eine Nachfolgelösung gefunden.

Eine Filiale in Eigenregie komme aus wirtschaftlichen Gründen nicht infrage - und sei gesetzlich auch nicht erforderlich: Im Gegensatz zu Ingeln-Oesselse, wo die Post eine solche Filiale mangels Alternative betreiben muss, würden die gesetzlichen Vorgaben in Alt-Laatzen mit den bestehenden Angeboten im ehemaligen Ratio-Einkaufszentrum und am Leine-Center erfüllt. "Ein Kunde soll in zusammenhängenden Wohngebieten nicht mehr als 2000 Meter zur nächsten Filiale zurücklegen müssen", sagte Siekmann.

Für unzumutbar hält SPD-Ortsratsmitglied Heinz-Georg Ohms die Situation. Alte Menschen hätten erhebliche Probleme, mit Paket den weiten Weg bis zum Einkaufszentrum zu gehen. "Die Gewinnmaximierung wird höher gestellt als die Bedürfnisse der Menschen vor Ort", sagte Ohms. "Man muss sich doch dem demographischen Wandel anpassen", ergänzte Frank Wöbbecke (CDU). Siekmann erwiderte, dass sich die Post weiter um einen Partner bemühe und mit dem Wirtschaftsförderer der Stadt in Kontakt stehe. "Aber wir können niemanden zwingen, eine Zusammenarbeit mit uns einzugehen."

Die Stadt nimmt die Diskussion zum Anlass, die Aufgaben des ohnehin für Alt-Laatzen geplanten Quartiersmanagements zu erweitern. Eigentlich sollte es dabei nur um sozialen und seniorengerechten Wohnraum gehen. Bei einem ersten offenen Workshop mit Bürgern soll es nun um alle Themen gehen, bei denen "der Schuh drückt", wie es Stadtrat Axel Grüning ausdrückte. "Das fängt an bei Briefkästen und der Post an und geht über Sparkassen-Filialen bis zur städtebaulichen Entwicklung und dem Wohnungsbedarf". "Ich stelle mir ein Nahversorgungszentrum vor - eine Art Tante Emma mit Post und Sparkasse", sagte Heinz Scheibe (SPD), dessen Ratsgruppe die Idee eingebracht hatte.

Der für alle offene Workshop zum Quartiersprozess ist für Sonnabend, 11. Juni, in der Grundschule an der Alten Rathausstraße angesetzt. Beginn ist um 14 Uhr.

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