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Geplante Aufhebung von LKW-Verbot löst Protest aus

Franz-Carl-Achard-Straße Geplante Aufhebung von LKW-Verbot löst Protest aus

Schwerlastverkehr in der Franz-Carl-Achard-Straße sorgt in Rethen seit Längerem für Ärger. Offiziell ist dort seit 13 Jahren nur Anliegerverkehr erlaubt. Mit Blick auf die weitere Erschließung der Sehlwiese plant die Verwaltung nun die Aufhebung des Durchfahrverbots. Der Ortsrat reagierte entsetzt.

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Die Stadt will das Durchfahrtverbot für Lastwagen an der Franz-Carl-Achard-Straße in Rethen – das Bild zeigt den Einmündungsbereich von der Hildesheimer Straße – aufheben. Anwohner und der Ortsrat sind strikt dagegen.

Quelle: Astrid Köhler

Rethen. "Das jetzt bestehende Lastwagenverbot ist 2004 angeordnet worden", erklärte Stadtrat Axel Grüning am Dienstag im Ortsrat. Die Straße sei für den Schwerlastverkehr ausgelegt, das Fahrverbot sei nicht erforderlich und solle daher aufgehoben werden, entgegnete Grüning auf die Anfrage von Anliegern. Diese hatten auf die Lärm- und Erschütterungsbelastung von Anwohnern und Straße aufgrund von "durchbrettendern Fahrzeugen" – Kieslaster und Schwertransporter – hingewiesen.

"Ich weiß nicht, wie man auf den Trichter kommen kann zu sagen, das heben wir auf", sagte Ernesto Nebot (SPD). Er wollte wissen, warum die Stadt nicht alles so belässt, wie es sich bewährt habe. Der Stadtrat nannte Zeit- und Umweltschutzgründe. Der aus Süden kommende Schwerlastverkehr werde mit dem Durchfahrtverbot zum Marktzentrum und seit dem Umbau dort über die Bahnhofstraße gleitet. Lastwagenfahrer mit dem Fahrziel Neubaugebiet Sehlwiese würden so zu einem Umweg von 1,2 Kilometer gezwungen. Auch vor dem Hintergrund der Schadstoffreduzierung könne dies nicht gewollt sein.

Umwege seien ihm egal, entgegnete Nebot. Die Bahnhofstraße und Sehlwiese entlang der Bahntrasse und Gewebeansiedlung seien viel eher für Schwerlastverkehr ausgelegt, als die durchs Wohngebiet führende, verkehrsberuhigte Franz-Carl-Achard-Straße. Volle Unterstützung erhielt der Sozialdemokrat dabei von Peter Friedsch und Hannelore Flebbe (beide CDU). "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Franz-Carl-Achard-Straße für dauerhaftes Befahren von 20 bis 30 Tonnen ausgelegt ist", sagte Friedsch. "Ich bin ausgesprochen entsetzt, dass die Stadt diesen Bereich freigeben will." Auch Flebbe äußerte große Bedenken. Sie glaube nicht, dass die Straße tatsächlich wie von Grüning vorgetragen, der Bauklasse 3 entspreche und damit für Schwerlastverkehr ausgelegt sei. "Das halte ich nicht für stimmig", so Flebbe.

Grüning bekräftige erneut, die Franz-Carl-Achard-Straße sei als Erschließungsstraße für die Sehlwiese ausgebaut worden. Auch ging er kurz auf die dort seit der Fertigstellung 2003 aufgetretenen Schäden ein. Kurz vor Ablauf der Garantie seien Absackungen festgestellt worden, die die zuständige Firma beseitigt habe. Die Abplatzungen an den Pflastersteinen seien erst später entdeckt worden. Einer Analyse des Herstellers nach handele es sich um Materialfehler, so Grüning: "Das Pflaster wird 2018 ausgetauscht."

Die Kritik an der geplanten Aufhebung des Durchfahrverbots für Lastwagen nahmen die Stadtvertreter aus der Ortsratssitzung mit. Wie die Straßenbaubehörde am Mittwoch auf Nachfragen dieser Zeitung erklärte, sollten die Argumente geprüft und erneut abgewogen werden.

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Von Astrid Köhler

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