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Stadt erwägt Leuchtturmprojekt für Trendsport

Laatzen-Mitte Stadt erwägt Leuchtturmprojekt für Trendsport

Es ist erst eine Idee, aber mögliche Kooperationspartner und Interessenten für ein "Leuchtturmprojekt" des Trendsports in Laatzen gibt es schon: eine in Form und Kombination einzigartige Skate-Bike-Parkouranlage (SBP). Nach ersten Vorüberlegen bereitet die Stadt nun die öffentliche Diskussion vor.

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Der Laatzener Abenteuerspielplatz zwischen Würzburger Straße und Grundschule Pestalozzistraße bietet wegen seiner Geländeformationen und des natürlichen Bewuchses interessante Möglichkeiten für eine mögliche SBP-Anlage (Skate-Bike-Parkour). Die Stadtverwaltung hat erste Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern, Planern und Herstellern von Anlagen geführt.

Quelle: Köhler, DSGN concepts, Mika Grunwaldt

Laatzen-Mitte. Noch sei alles im Ideenstadium, betont Teamleiter Sven Achtermann, aber: "Wir versuchen eine große Sache zu machen. Eine so große Kombination gibt es nach unseren Recherchen noch nicht." Erwogen wird nichts geringeres, als die Planung einer gemeinsamen Anlage für drei sonst eher isolierte Trendsportarten: Skateboard-, Fahrradfahrer (Bike) und die Hindernisse zu Fuß überwindenden Parkoursportler. Die Anlage könnte zu einem überregionalen Anziehungspunkt werden.

"Wir brauchen einen großen Vorlauf, denn was wir im Auge haben, kann die Stadt Laatzen keinesfalls allein finanzieren", so Achtermann. Mit Fördermitteln aus Töpfen des Bundes und der EU und dem Projekt Soziale Stadt hingegen könnte es hingegen möglich sein, die sonst eher isolierten Szenen an einem Ort zu vereinen: zum Beispiel auf dem Abenteuerspielplatz, dessen Bodenmodulation sich schon jetzt gut für Mountainbike eignet. Gleichwohl birgt der Platz auch gewisse Risiken wegen der Bäume und des fehlenden Sicherheitsabstandes.

Rund 200.000 Euro stehen der Stadt von 2017 bis 2019 aus Mitteln des Projektes Soziale Stadt für die Umgestaltung zur Verfügung, die womöglich als Eigenanteil genutzt werden könnten.

Die Standortfrage ist noch unklar. Zu den ausschlaggebenden Kriterien dürfte allerdings die Erreichbarkeit gehören. Auch Fragen zum Flächenbedarf und möglichen Kosten wiegelt Achtermann ab. Es sei zwar angestrebt Flächenbereiche und Elemente mehrfach zu nutzen, wie eine Steilwand, die seitlich von Skatern und Bikern als Rampe befahren und oben von Parkoursportlern erklommen werden kann. Für Details sei ist es aber noch zu früh.

Fakt ist, dass die Mitarbeiter der Stadtverwaltung recherchiert und auch mit potenzielle Kooperationspartnern gesprochen haben. "Die Region Hannover hat großes Interesse", betont der Laatzener Teamleiter Grün. Mit der Abteilung Naherholung und der Stadt Hannover habe die Verwaltung ebenso Gespräche geführt wie mit einem Planer und einer Firma, die weltweit führend ist bei der Herstellung von Bauelementen für derlei Anlagen.

Anlagen, die das für Laatzen mögliche Projekt inspirieren könnten, stehen in Hildesheim in der Steingrube hinter dem Theater, in Leipzig, Karlsruhe, Göppingen und andernorts. Zusätzlich denkbar sei die Integration von "mit Menschen bespielbaren" großen Brettspielfeldern wie Schach oder Pharao.

"Es ist ein spannendes, einzigartiges Projekt, das wir gern realisieren würde", betont Achtermann. Im nächsten Schritt sollten die Ideen nun der Öffentlichkeit und Fachleuten vorgestellt werden unter Einbeziehung der Szene und Politik. Angestrebt wird ein erstes Treffen im letzten Quartal 2016. 

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Von Astrid Köhler

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