Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Trakt B ist eine Großbaustelle

Alt-Laatzen Trakt B ist eine Großbaustelle

In der Grundschule Rathausstraße wird gehämmert, geklopft und gebohrt: Die Stadt lässt seit den Sommerferien vergangenen Jahres den B-Trakt des mehr als 50 Jahre alten Gebäudes komplett sanieren. Die rund 200 Schüler werden seitdem im D-Trakt unterrichtet.

Voriger Artikel
Arnumerin zeigt ihre Farbwelten beim Kunstkreis
Nächster Artikel
Pläne für Hochbahnsteige werden vorgestellt

Der B-Trakt der Grundschule Rathausstraße wird zurzeit saniert. Die Fenster an der Außenfassade sind bereits erneuert worden.

Quelle: Stephanie Zerm

Alt-Laatzen. Der B-Trakt der Grundschule Rathausstraße ist eine Großbaustelle. Dort, wo sonst Kinder unterrichtet werden, arbeiten zurzeit Handwerker. Die Räume sind komplett entkernt, die Decken abgehängt, die Fußböden herausgerissen. Von der Decke baumeln lose Kabel. An die einstige Hausmeister-Loge am Haupteingang erinnern nur noch die vielen Schaltkästen und Stromkabel, die dort zusammenlaufen.

Seit den Sommerferien lässt die Stadt den B-Trakt des 1963 errichteten Gebäudes komplett sanieren. "Das ist viel Arbeit", sagt die Architektin der Stadt, Doris Heinrich. Im gesamten Gebäudeteil werden die schallgedämmten Akustikdecken und Fußböden ausgetauscht. Dazu haben Handwerker bereits in den Sommerferien im vergangenen Jahr alles bis auf den Rohbau heruntergebrochen. "Der Estrich war an vielen Stellen bereits versandet", sagt Heinrich.

Zusätzlich werden alle elektrischen Leitungen sowie sämtliche Trinkwasserleitungen in dem Trakt erneuert. Für die Heizungsanlage wurde bereits ein neuer Heizkessel eingebaut. Neue Heizkörper sollen noch folgen.

Auch die Lehrertoiletten und Toiletten in der Aula sind entkernt worden und sollen saniert werden.

Fertig sind bereits die Fassaden am Haupteingang und im Innenhof. Dort ist die einfach verglaste Fensterfront durch eine zeitgemäße Wärmeschutzverglasung ersetzt worden. "Im Winter wurde es durch die einfachen Fenster sehr kalt und im Sommer sehr warm", berichtet Heinrich. Die neuen Fensterfronten sind dreifach verglast und entsprechen den zeitgemäßen energetischen Standards. Im Innenhof ist die neue Fassade sogar in den Schulfarben Blau-Grün gestaltet worden.

Brandschutzauflagen wurden nicht mehr eingehalten

Basis für die Sanierung des Gebäudetraktes waren die Brandschutzrichtlinien, die an der Schule nicht mehr eingehalten wurden. "Im Laufe der vergangenen Jahre sind die Auflagen immer höher geworden", sagt Heinrich. "Diese konnten in dem alten Gebäude nicht mehr erfüllt werden."

Nun werden im gesamten B-Trakt Rauchschutztüren eingesetzt, die das Gebäude in einzelne Brandschutzabschnitte aufteilen. Damit soll vermieden werden, dass sich ein eventuelles Feuer ausbreitet. Außerdem sind sogenannte Brandüberschlagswände in den Eckbereichen der neuen Fassaden des Innenhofs errichtet worden. Sie sollen bei einem Feuer das Übergreifen der Flammen von einem Bauteil zum anderen verhindern.

Eine neue Brandmeldeanlage ist ebenfalls geplant. Sie soll direkt mit der Feuerwehr vernetzt werden, sodass die Retter bei einem Brand umgehend alarmiert werden.

Damit sich die Schüler im Notfall schnell in Sicherheit bringen können, werden zurzeit zusätzliche Fluchtwege eingerichtet. Dazu wurden bereits mehrere Wände durchbrochen und mit neuen Türen versehen.

Neuer Aufzug macht Schule inklusionsfähig

Ein weiterer Grund für die Sanierung ist die Erfüllung der gesetzlichen Auflagen zur Inklusion behinderter Kinder. Zwar besuchen derzeit noch keine Schüler mit Handicap die Grundschule. Dennoch muss die Stadt ihnen dazu die Möglichkeit bieten und die Unterrichtsräume barrierefrei gestalten. Dazu wird am Innenhof derzeit ein Aufzug gebaut. Dadurch werden das erste und zweite Obergeschoss des B-Traktes sowie die erste Etage des C- und D-Traktes barrierefrei erreichbar sein.

Im Zuge des Baus der Jugendkantine Juka wurde zwischen dem B- und C-Trakt bereits die Grundlage für einen Verbindungsgang geschaffen. Dieser ist nun geöffnet worden und verbindet künftig beide Trakte miteinander.

"Nach der Sanierung ist die Schule inklusionsfähig", sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann.

Fertigstellung ist für den Sommer geplant

Insgesamt arbeiten rund zehn Gewerke auf der Großbaustelle - von Abrissexperten über Trockenbauer, Tischler und Klempner bis hin zu Schlossern und Malern. 

Wegen der Bauarbeiten war die gesamte Grundschule nach den Sommerferien in den D-Trakt gezogen. Lediglich das Sekretariat und der Hausmeister sind noch im B-Trakt geblieben. Sie haben ihre Räume vor dem Beginn der Baustelle, die mit einer provisorischen Holzwand vom Rest des Schulbetriebs abgetrennt ist. Laut Matthias Brinkmann wird der Unterricht durch den Umzug kaum beeinträchtig. "Wir haben eine gute Kommunikation mit der Schule", sagt der Stadtsprecher. In dem Wissen, dass es nur vorübergehend sei, nehme diese auch gewisse Einbußen in Kauf.

Insgesamt werden die Schüler ein komplettes Jahr in den D-Trakt ausgelagert sein. Denn die Fertigstellung des B-Traktes ist für den Sommer diesen Jahres anvisiert. "Dazu liegen wir grob im Zeitplan", sagt Brinkmann.

Insgesamt investiert die Stadt rund 2,3 Millionen Euro in die Schulsanierung.

doc6thlbbpvfc5gecjjofg

Fotostrecke Laatzen: Trakt B ist eine Großbaustelle

Zur Bildergalerie

Von Stephanie Zerm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6wr50n6jk1s1myhdze9p
Ortsrat fordert Instandsetzung des Sportplatzes

Fotostrecke Laatzen: Ortsrat fordert Instandsetzung des Sportplatzes