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Plan für Straßensanierung ist vorerst gestoppt

Alt-Laatzen Plan für Straßensanierung ist vorerst gestoppt

Überraschung bei Anliegerversammlung in Alt-Laatzen: Nach andauernden Protesten hat die Stadt ihre Sanierungspläne für die Leinerandstraße vorerst auf Eis gelegt. Gegen den Anliegerwillen solle nichts durchgesetzt werden, hieß es am Donnerstag vor rund 50 Bürgern. Ein Gutachten steht aber noch aus.

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Stephanie Rahlf vom beauftragten Planungsbüro (links) und Stadtmitarbeiterin Monika Jirjahlke moderieren die Anliegerversammlung zur Sanierung der Leinerandstraße in der Grundschulmensa mit etwa 50 Anwohnern und Bürgern.

Quelle: Andrea Weber

Alt-Laatzen. Die Stadt hatte die Bürger zu einem Workshop in die Grundschulmensa geladen. In kleinen Arbeitsgruppen sollten Vorschläge für die Neugestaltung der Leinerandstraße erarbeitet werden. "Wir fangen hier bei Null an, es gibt keine fertigen Pläne", betonte Stadtrat Axel Grüning zur Begrüßung.

Doch schnell wurde klar, dass den Anwohnern ganz andere Fragen unter den Nägeln brannten: Sie wollten wissen, warum die nur halbseitig bebaute Straße am Ortsrand von Alt-Laatzen überhaupt saniert werden soll – und wer die Kosten trägt. Eine Anwohnerin äußert den Verdacht, die Sanierung sei längst beschlossene Sache. Für sie sei die Straße schön wie sie ist. Die Straße bräuchte nur eine neue Asphaltdecke.

Stadtmitarbeiterin Monika Jirjahlke erklärt die Hintergründe und geplante Vorgehensweise. Die Leinerandstraße sei 50 Jahre alt, die verbauten Materialien entsprächen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Zudem habe die Stadt als Eigentümerin Auflagen zu erfüllen und müsse die Verkehrssicherheit gewährleistet sein. Probebohrungen, die genauer Auskunft über den Zustand der Straße geben, wurden bereits vorgenommen. Die Ergebnisse stünden allerdings noch aus.

„In unserem Interesse ist es eigentlich nur, dass die Straße da ist“, sagte ein Anwohner und ein anderer, Jonas Freier, ergänzte: "Wir wünschen uns, dass die Straße so bleibt, wie sie ist und die Schlaglöcher beseitigt werden.“ Für diesen Satz gab es Zwischenapplaus.

Die Anwohner befürchteten vor allem hohe Kosten bei einer Sanierung der 700 Meter langen Leinerandstraße. Auf die Frage, worauf sie sich einrichten müssten, konnte Stadtrat Grüning noch nichts genaueres antworten. Ausschlaggebend sei die Gewichtung als Hauptdurchgangs- oder reiner Anliegerstraße. Eine Beteiligung sei möglich von 0 bis 75 Prozent.

Solange die Ergebnisse der Untersuchungen nicht vorlägen, sei es wenig sinnvoll, in die Planungsphase einzusteigen, kritisierte eine Anwohnerin. An die Adresse der Stadt gewandt sagte sie: „Sie machen den zweiten Schritt vor dem ersten.“

Nach hitziger Diskussion und einer Veranstaltungspause sagte die Planerin Stephanie Rahlf zu den Anwohnern: "Sie haben Bedenken und wir wollen nichts erzwingen." Bei der folgenden Abstimmung, ob Sanierungs- und somit Handlungsbedarf bei der Leinerandstraße besteht, antworteten alle mit Nein.

Stadtrat Grüning dankte den Bürgern für die Teilnahme: "Auch wenn der Verlauf der Veranstaltung anders war, als wir uns das gedacht hatten." Wann die Prüfergebnisse zum Zustand der Straße ausgewertet sind und vorliegen, steht noch nicht fest. Wenn diese allerdings einen Handlungsbedarf verdeutlichten, werde saniert, so Grüning.

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Von Andrea Weber

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