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Stadt tritt aus Luftfahrmuseumsverein aus

Laatzen Stadt tritt aus Luftfahrmuseumsverein aus

Höhere Gewerbe- und Hundesteuer, Abschaffung der Kita-Sozialstaffel, Verkauf von Gebäuden: Die Vorschlagsliste zur Senkung des Haushaltsdefizit im Dezember las sich teils schaurig. Auf das meiste davon verzichtet die Stadt nun - kündigt aber die Mitgliedschaft in Vereinen wie dem Luftfahrtmuseum.

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Die Stadt will ihre Mitgliedschaft im Laatzener Luftfahrtmuseum kündigen.

Quelle: Nico Herzog

Laatzen. Hundebesitzer und Gewerbetreibende können sich freuen, zwei Laatzener Vereinen dürften hingegen wenig begeistert sein: Zu den wenigen Einsparvorschlägen, die Rat der Stadt bei der Haushaltsverabschiedung im März beschlossen hat, gehört die Kündigung von Mitgliedschaften in Vereinen und Verbänden. Der Spareffekt ist mit gerade einmal 1900 Euro jährlich zwar minimal, aber das Symbol unübersehbar.

Vier Institutionen sind es, von denen sich Laatzen verabschiedet. Prominentestes Beispiel ist der Verein Luftfahrt-Museum Laatzen, dessen Mitgliedschaft die Stadt bislang 160 Euro jährlich kostet. Austreten will die Stadt auch dem Förderverein des Klinikums Agnes Karll (100 Euro), der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte (61 Euro) und der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg (1500 Euro).

Ansonsten verzichtet die Stadt weitgehend auf Einsparungen, die die von Bürgermeister Jürgen Köhne im Dezember 2016 vorgelegte Liste noch enthalten hatte. Das Alt-Laatzener Bootshaus wird genauso wenig verkauft wie das Wiesendachhaus und die Alte Schule in Ingeln. Die Stadt verzichtet zudem auf höhere Gewerbe- und Hundesteuern, auf die Einführung einer Lesegebühr in der Stadtbücherei und die Abschaffung der Sozialstaffel bei den Kita-Gebühren. Allerdings will die Verwaltung noch prüfen, wie viel Geld eine Anpassung der Kita-Gebühren, orientiert am Anstieg der Verbraucherpreise, bringen würde. Berechnet werden soll dies lediglich für die Nachmittagsbetreuung.

Bei Bildung und Betreuung gibt es ebenfalls keine Einschnitte - die Sommerschule bleibt genauso bestehen wie Angebote zur Berufsorientierung. Die Untere Naturschutzbehörde bleibt ebenfalls bei der Stadt.

Zu den wenigen Punkten, die auf der Streichliste verblieben sind, zählt die Reduzierung von Mitteln für Fachliteratur in der Verwaltung, die Halbierung der Führungskräfteworkshops und die Prüfung des Hundebestands. Noch prüfen will die Verwaltung außerdem den Verkauf von Flächen auf dem Erweiterungsgelände des Parks der Sinne und des Hartplatzes an der Grasdorfer Ohestraße, wo jeweils Wohnungen entstehen könnten. Zumindest der Überbauung des Fußballplatzes hat die Ratsgruppe SPD/Grüne/Linke allerdings schon eine Absage erteilt.

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