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Wülferoder Straße soll Fahrradstreifen bekommen

Laatzen-Mitte Wülferoder Straße soll Fahrradstreifen bekommen

Die Wülferoder Straße wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres auf eine Fahrspur pro Richtung zurückgebaut. Fahrradfahrer bekommen dann eine eigene Spur. Der Fahrradclub ADFC begrüßt das Vorhaben, kritisiert allerdings Details der Planung.

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Die Region plant, die Wülferoder Straße in Laatzen-Mitte zu verengen. Auf Höhe des Übergangs am Hilgerskamp soll die Mittelinsel (rechts im Bild) erheblich verbreitert werden.

Quelle: Dorndorf

Laatzen-Mitte. Seit Jahren bemühen sich Laatzens Rats- und Ortratspolitiker um eine Verkehrsberuhigung der Wülferoder Straße. Konkret geht es um den Abschnitt zwischen Erich-Panitz- und Marktstraße, der auch von Schulkindern genutzt wird: Die Straße ist dort mit vier Spuren überdimensioniert, der Fußgängerüberweg auf Höhe des Hilgerskamp unübersichtlich.

Die Region hat nun Pläne erstellt. Demnach soll in beide Richtungen jeweils die äußere Fahrspur in einen 2,40 Meter breiten Fahrradstreifen umgewandelt werden. Für Autofahrer bliebe dann eine vier Meter breite Spur. Außerdem würde die Mittelinsel auf Höhe des Fußgängerüberquerung Hilgerskamp/Pettenkoferstraße auf das Dreifache verbreitert - Auto- und Radfahrer hätten entsprechend weniger Platz. Auf der Nordseite der Wülferoder Straße fallen fünf Parkplätze weg, um mehr Platz für Baumwurzeln zu schaffen.

Die Kosten schätzt die Region auf 155.000 Euro, davon müsste die Stadt rund 30.000 Euro tragen. Außerdem prüft die Verwaltung, ob nach dem Umbau Tempo 30 angeordnet wird. Aus Sicht der Region stünde dem nichts im Wege. "Die Stadt ist Verkehrsbehörde und kann dies selbst entscheiden", sagt Regionssprecherin Christina Kreutz.

Beim Fahrradclub ADFC stößen die Pläne auf Lob und Kritik zugleich. "Ein breiterer Mittelstreifen am Hilgerskamp bringt mehr Sicherheit", sagt Rüdiger Janecke, Sprecher der Laatzener Ortsgruppe. Allerdings hake es im Detail: "Es gibt verwinkelte Übergänge zwischen dem Radweg und Radfahrstreifen", so Janeke. Der Übergang auf Höhe des Marktstraßenkreisels ist derzeit in S-Form geplant, so dass Radfahrer, die von der Marktstraße auf die Wülferoder Straße einbiegen wollen, zickzack fahren müssten. Außerdem sei der Fahrradstreifen auf Höhe der geplanten Verengung am Hilgerskamp so schmal, dass Radfahrer dort von Autos bedrängt werden könnten. Ähnliche Probleme brächten Lieferwagen, die in der zweiten Reihe stehen.

Noch einen weiteren Vorschlag hat der ADFC: An der Ampelkreuzung Erich-Panitz-Straße sollte nach hannoverschem Vorbild eine Aufstellfläche für Radfahrer vor dem Auto-Haltestreifen der Wülferoder Straße markiert werden. Radfahrer können sich dann so einordnen, dass sie auf der Fahrbahn nach links auf den Radweg der Erich-Panitz-Straße abbiegen können, statt zwei Ampelphasen abzuwarten.

Die Stadtverwaltung kündigte an, die Pläne bei der nächsten Ortsratssitzung im Detail zu erörtern. Der Baubeginn sei für Herbst angepeilt.

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