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Festplatz Laatzen wird ab Juli saniert und bebaut

Siemens-Neubau Festplatz Laatzen wird ab Juli saniert und bebaut

Nach 1,5 Jahren Verhandlungen sind sich Stadt und Siemens einig: Der Kaufvertrag für den Festplatz Laatzen ist unterzeichnet. Der Zeitplan für die nötige Bodensanierung und den Baubeginn des Bürogebäudes stehen. Im Juli sollen erste Baufahrzeuge anrollen, im März 2019 die Siemens-Mitarbeiter einziehen.

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Die Mitarbeiter der Siemens-Niederlassung Hannover mit Sitz in Laatzen sollen voraussichtlich im März 2019 von der Hildesheimer Straße in das bis dahin fertiggestellten neue Bürogebäude auf dem Festplatz in Laatzen-Mitte umziehen.

Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

Laatzen-Mitte. „Wir haben Grund zur Freude: Wir haben es geschafft, uns zu vereinbaren“, sagte Bürgermeister Jürgen Köhne am Mittwoch bei einem gemeinsamen Pressetermin mit Siemens-Vertretern, darunter der Deutschland-Chef von Siemens Real Estate, Günter Willbold, und der Leiter der Siemens-Niederlassung Hannover mit Sitz in Laatzen, Dirk Oberhaus. Keine Seite habe sich von der bevorstehenden Bodensanierung und der daraus folgenden zeitlichen Verzögerung von einem Jahr abschrecken lassen. „Wir freuen uns, dass die Bauarbeiten für unsere neue Niederlassung nun endlich beginnen können“, sagte Oberhaus.

In dem Kaufvertrag für das 13.300 Quadratmeter große Grundstück ist unter anderem die Abwicklung der Bodensanierung geregelt. Für sie ist die Stadt Laatzen verantwortlich. Um die bei Baugrunduntersuchungen im Herbst gefundenen polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und andere seit den Fünfzigerjahren an der Sandabbaustelle abgeladenen Altlasten zu entfernen, müssen laut Stadt auf fast der Hälfte des Geländes – rund 6800 Quadratmeter – mindestens die oberen zehn Zentimeter abgetragen werden. Der nötige Bodenaushub ist bis zu 3,50 Meter tief, sodass parallel zur Bodensanierung bereits mit dem Bau des Tiefgeschosses begonnen werden kann. „Gut, dass wir uns mit der Stadt Laatzen auf dieses pragmatische Vorgehen einigen konnten. Das spart uns eine Menge Zeit“, sagte Willbold.

Die Kosten für die Bodensanierung schätzt die Stadt auf 1,3 Millionen Euro. Förderanträge bei der NBank und dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium sind gestellt, aber noch nicht beschieden. Der symbolische erste Spatenstich für das neue Bürogebäude werde parallel zur Bodensanierung vollzogen, so die Siemensvertreter. Voraussichtlich im November soll diese abgeschlossen sein und das Gelände in das Eigentum von Siemens Real Estate übergehen.

Das neue Bürogebäude besteht aus fünf Vollgeschossen – plus Tiefgeschoss – mit einer Gesamtfläche von rund 10 000 Quadratmetern. Planmäßig im März 2019 sollen alle Mitarbeiter aus den drei derzeit angemieteten Gebäuden an der Stadtgrenze von Laatzen und Hannover an den neuen Standort umziehen. Auf dem Festplatz entstehen bis dahin auch 235 Parkplätze.

Das Gebäude soll den neuesten Energieeinsparungsvorgaben entsprechen. Auch die Bürolandschaft verändert sich: Für die rund 700 Mitarbeiter gibt es im Neubau flexible Arbeitsplätze, wie sie bereits an anderen Standorten mit dem sogenannten Siemens-Office-Konzept erprobt sind. Vorgesehen sind in Laatzen-Mitte etwa 390 flexibel Arbeitsplätze. „Die Zahl der fest zugeordneten Tische wird reduziert, die Zahl der Mitarbeiter nicht“, betonte Siemens-Sprecher Lars Kläschen.

Die Stadt sei glücklich, Siemens mit allen Arbeitsplätze in Laatzen halten zu können, sagte Bürgermeister Köhne. Der bisherige Festplatz, der letztmals 2009 für ein Schützenfest und seitdem fast nur noch als Flohmarktfläche genutzt wurde, erfahre eine Aufwertung. Auch sei die Stadt glücklich, dass Siemens mit allen Mitarbeitern der Niederlassung in der Stadt gehalten werden könnten.

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Demonstrieren Einigkeit: Der Deutschland-Leiter der Siemens Real Estate Günter Willbold (Zweiter von links) und Bürgermeister Jürgen Köhne (Zweiter von rechts) freuen sich auf die Bebauung des Festplatzes, ebenso wie der Leiter der Siemens-Niederlassung in Laatzen Dirk Oberhaus (rechts) und der Projektleiter des Neubaus Helge Preiss von Siemens Real Estate.

Quelle: Astrid Köhler

Von Astrid Köhler

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