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Kommt der Hort ins TSV-Klubhaus?

Ingeln-Oesselse Kommt der Hort ins TSV-Klubhaus?

Bei der Diskussion um Horträume in Ingeln-Oesselse zeichnet sich eine überraschende Lösung ab: Die Stadt will die Kinder nun übergangsweise in den Klubräumen des TSV Ingeln-Oesselse unterbringen. Der Vereinsvorstand hat dies kurzfristig angeboten.

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Im Obergeschoss des Klubhauses des TSV Ingeln-Oesselse sollen ab dem nächsten Schuljahr befristet Hortkinder untergebracht werden.

Quelle: Daniel Junker

Ingeln-Oesselse. Seit Monaten ringen Politik und Verwaltung darum, wo die für das nächste Schuljahr dringend benötigte Hortgruppe eingerichtet werden kann. Bislang hatte die Stadtverwaltung die Alte Schule favorisiert - gegen den Widerstand sowohl des Ortsrats als auch der beiden Vereine, die die Räume bislang nutzen.

Im Kinder- und Jugendhilfeausschuss ergab sich dann am Donnerstag eine überraschende Alternativlösung: Der TSV Ingeln-Oesselse hat der Stadt angeboten, seine Klubräume im Obergeschoss des Vereinsheims zu nutzen. Mit dem dortigen Mehrzweck- und Sozialraum mit Küche und Bad und dem angrenzenden Sportraum hätten die Kinder dort genügend Platz. Nach Auskunft vor Vereinschefs Bernhard Orth hat der Vorstand sich bereits am Montag dafür ausgesprochen. "Der Hort ist nur tagsüber in den Räumen - eine Beeinträchtigung für den Vereinssport wird nicht stattfinden", stellt der Vorsitzende Orth klar.

Sein Stellvertreter Dreyer, der die Idee ins Spiel gebracht hatte, sieht den Verein auch in der sozialen Verantwortung: "Wir sehen uns vom Selbstverständnis her als Verein für unser Dorf." Zugleich seien einige Mitglieder selbst vom Hortplatzmangel betroffen. Da der Verein die Räume am späten Nachmittag und am Abend weiterhin nutzen könne, gebe es - möglicherweise mit Ausnahme einer Abtrennung eines Teils des Mehrzweckraums - keine Einschränkungen. Ein formaler Beschluss steht noch aus: Für den 8. April sind die Mitglieder ab 20 Uhr zu einer außerordentlichen Versammlung ins Klubhaus eingeladen.

Im Kinder- und Jugendhilfeausschuss, der am Donnerstag eigens einen Ortstermin anberaumt hatte, wurde der Vorschlag mit Erleichterung aufgenommen. "Die Räume sind genau neben der Schule", sagte etwa Gundhild Fiedler-Dreyer (CDU) - damit wären weitere Wege insbesondere entlang der stark befahrenen Hauptstraße nicht mehr notwendig.

Laut Stadtrat Stefan Zeilinger müsse allerdings noch im Detail geprüft werden, ob die Räume für einen Hort oder gegebenenfalls einen betreuten Mittagstisch geeignet sind. "Nach der ersten Inaugenscheinnahme sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass die Räume in Frage kommen", sagte Zeilinger. Die mit der Hort-Einrichtung verbundenen Umbauten dürften einen ähnlich Umfang haben wie diejenigen, die bei einer Nutzung der Alten Schule in Ingeln notwendig wären.

Sollte die Lösung aus baulichen Gründen oder bei einem negativen Mitgliedervotum des TSV doch noch scheitern, käme wieder die Alte Schule als Alternativlösung ins Spiel - dem stimmten die Mitglieder des Kinder- und Jugendhilfeausschusses einstimmig zu. Das Betreuungsangebot soll am 1. August 2016 starten - befristet: Langfristig peilt die Stadt einen Erweiterungsbau auf dem Gelände der Grundschule an, den die Verwaltung vorbereiten soll. Wie berichtet, fehlen in Ingeln-Oesselse im nächsten Schuljahr 30 Hortplätze.

Von Johannes Dorndorf

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