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Rodelberg bleibt wohl leinenfrei

Grasdorf Rodelberg bleibt wohl leinenfrei

Der vom Ortsrat Laatzen und Stadtentwicklungsausschuss geforderte Leinenzwang am Grasdorfer Rodelberg sorgt bei Hundebesitzern für Unmut. Rückenwind bekommen sie dabei aus dem Rathaus: Die Stadtverwaltung hat sich jetzt ebenfalls gegen eine Ausweitung des dortigen Wildschongebiets ausgesprochen.

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Der Ortsrat Laatzen fordert, Bereich am Grasdorfer Rodelberg zum Wildschongebiet zu machen, wo Hunde an der Leine geführt werden müssen. Die Verwaltung sieht dies skeptisch.

Quelle: Daniel Junker

Grasdorf. Der Ortsrat Laatzen hatte einstimmig gefordert, den Bereich um den Rodelberg und die Teufelskuhle zwischen Alt-Laatzen und Grasdorf zum Wildschongebiet zu machen. Grund dafür seien fehlende Rückzugsgebiete für Rehe insbesondere zur Ernteperiode und eine steigende Anzahl an Vorfällen, bei denen Rehkitze von frei laufenden Hunden gerissen wurden. Eine Erweiterung würde einen ganzjährigen Leinenzwang für Hunde – auch außerhalb der Brut- und Setzzeit – bedeuten.
Hundebesitzer zeigten sich entsetzt. Inge Abraham aus Laatzen erinnert daran, dass eine Baumpflanzaktion vor 29 Jahren durch den damaligen Naturschutzbeauftragten Willi Ahrens im Bereich der Teufelskuhle und des Rodelbergs eben deshalb initiiert wurde, um „einen Ort für Mütter mit Kindern und auch mit Hunden zu schaffen.“ Zu dieser Zeit habe es dort keine Rehe gegeben. Diese seien in den letzten Jahren für die Jägerschaft angefüttert worden.
Birgit Alsleben fragt, ob „die Jagdausübung einiger weniger durch noch mehr Rehe direkt vor der Haustür wirklich Vorrang haben soll“. Das Miteinander von Hund und Wild funktioniere seit Jahrzehnten gut – sonst hätte eine Ansiedlung der Rehe gar nicht stattgefunden. „Ein Verdrängen von Mensch und Tier aus ihren Erholungsräumen darf nicht Sinn und Zweck sein“, findet Alsleben.
Inzwischen hat auch die Stadtverwaltung zum Vorstoß aus dem Ortsrat Stellung bezogen. Die Behörde lehnt eine Erweiterung der Wildschongebiete um das Gebiet rund um den Rodelberg zum jetzigen Zeitpunkt ab. Bereits 2009 und 2012 sei festgestellt worden, dass es keinen Bedarf an einer Ausweitung gebe. „Die Erweiterung der bisherigen Wildschongebiete müsste ausführlich begründet und der sich möglicherweise neu ergebende Bedarf deutlich belegt werden“, heißt es in der Stellungnahme. Meldungen oder Hinweise, die den Leinenzwang dort rechtfertigen würden, lägen derzeit nicht vor.
Der Rat der Stadt wird in seiner heutigen Sitzung über die neue Wildschonverordnung beraten und möglicherweise beschließen. Die Erweiterungsfläche ist im bisherigen Entwurf nicht vorgesehen.

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Der Bereich rund um den Rodelberg in Grasdorf soll zum Wildschongebiet werden.

Quelle: Junker/Llorens

Von Carolin Müller

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