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Stadtwappen-Nutzung soll künftig etwas kosten

Laatzen Stadtwappen-Nutzung soll künftig etwas kosten

Ein goldfarbener Löwe auf rotem Grund über einer stilisierten Leine und Masch: Das zeigt das Laatzener Wappen. Wer es unter welchen Bedingungen nutzen darf, das soll künftig in einer Richtlinie geregelt sein. Nicht zuletzt wegen des Stadtjubiläums 2018 dürfte das Interesse an dem Wappen steigen.

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Das Laatzener Wappen ist auch über dem Rathauseingang angebracht.

Quelle: Wallmüller (Archiv)

Laatzen. Bislang sei es eine Ermessensentscheidung der Verwaltung, ob Dritten die Verwendung des Laatzener Wappens gestattet wird oder nicht, erklärt Stadtsprecher Matthias Brinkmann: "Wir haben aktuell keine Richtlinie und wollen Klarheit haben." Das Wappen sei ein hoheitliches Zeichen der Stadt, das einen besonderen Schutz genieße.

Gleichwohl haben auch Außenstehende Interesse und Möglichkeiten, das Wappen zu nutzen. Entsprechenden Anfragen von Parteien, eingetragenen Vereinen, Verbänden, Privatpersonen, Stiftungen und Schule hat die Verwaltung in den letzten Jahren zumeist positiv und kostenlos beschieden. So wie die Genehmigung für einen Kelterei, die das Wappen 2010 für einen "Laatzen Sekt" verwenden durfte, der seinerzeit bei Rewe verkauft wurde. "Das war ein Stück Werbung für die Stadt", betont ihr Sprecher. In einigen Fällen habe die Verwaltung aber auch schon Anträge abgelehnt, wie den einer Privatgemeinschaft, die das Laatzener Hoheitszeichen in ihrem Briefkopf verwenden wollte.

Die von der Verwaltung vorbereitete Richtlinie schreibt unter anderem fest, Wappen auf Verkaufsartikeln, Vereinsabzeichen und dergleichen nur zu genehmigen, wenn "eine würdige Verwendung gewährleistet wird, die den Ruf der Stadt fördert oder ihm zumindest nicht abträglich ist und der Anschein einer amtlichen Maßnahme nicht entstehen kann."

Unzulässig bleibt das Wappen auf Geschäftspapieren und Reklamedrucksachen von Privatleuten und Firmen, in Aushangkästen, Gebäuden und Büros von Privatleuten, Firmen, Vereinen und Verbänden sowie "für Spruchbänder jeglicher Art" und wenn der nicht-hoheitliche Zweck durch Dritte nicht deutlich wird.

In der Richtlinie ist ferner eine Verwaltungsgebühr vorgesehen, die künftig für eine Genehmigung der Wappennutzung erhoben werden kann. Je nach Aufwand bewegt sich diese der entsprechenden Satzung nach in der Regel zwischen 30 und 60 Euro, so Brinkmann.

Über die Richtlinie, die neben dem Wappen der Stadt auch die von Laatzens Ortsteilen betrifft, muss die Politik noch beraten und entscheiden. Die Verwaltung strebt ein Inkrafttreten zum 1. Juli an.

Laatzen feiert 2018 Jubiläum

Der 21. Juni 2018 wird ein für Laatzen besonderer Tag sein, denn dann jährt sich die Verleihung des Stadtrechts zum 50. Mal. Der niedersächsische Innenminister Richard Lehners hatte den Titel damals feierlich an die erst vier Jahre zuvor mit Grasdorf fusionierte Gemeinde Laatzen verliehen.

In ihrem ersten Sommer 1968 zählte die Stadt Laatzen 10.500 Einwohner. Zwei Jahre später waren es bereits als 14.200 und 1974 – noch vor der Gebietsreform und dem Zusammenschluss mit den Gemeinden Rethen, Gleidingen sowie Ingel und Oesselse – lebten dank des Baubooms in dem neu entstehenden Stadtteil Laatzen-Mitte bereits knapp 20.300 Menschen in der Stadt.

Anlässlich des Jubiläums im Jahr 2018 planen die Stadt und ihr hauptamtlicher Archivar eine Chronik aufzulegen. Sie soll sowohl die geschichtliche Entstehung der Stadt wie auch die ihrer einzelnen Ortsteile enthalten. Für die Chronik werden noch Texte und Fotos gesucht, die "die Meilensteine der Geschichte Laatzen dokumentieren", wie es in einem Aufruf der Stadt heißt. Interessierte und Historiker seien eingeladen, daran mitzuwirken.

Stadtarchivar Sören Lindner ist erreichbar unter Telefon (0511) 82051015 oder per Email an soeren.lindner@laatzen.de.

Von Astrid Köhler

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