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Städte suchen Wahlhelfer für September

Laatzen/Hemmingen/Pattensen Städte suchen Wahlhelfer für September

Stell Dir vor, es ist Wahl - und keiner zählt aus: Die Städte suchen für den 11. September dringend Wahlhelfer. Das Problem ist bei Kommunalwahlen größer als bei anderen Urnengängen. Denn die Kandidaten, die selbst nicht auszählen dürfen, sind bei Kommunalwahlen weitaus zahlreicher.

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Bei der Kommunalwahl werden besonders viele Stimmzettel ausgezählt - deshalb benötigen die Kommunen mehr Helfer als bei Europa-, Land- und Bundestagswahlen.

Quelle: Frank Rumpenhorst

Laatzen/Hemmingen/Pattensen. Ohne das Engagement der Bürger ist Demokratie in diesem Fall nicht zu machen. Allein in Laatzen benötigt die Stadt 350 Personen, die am Sonntag, 11. September, bei der Auszählung der Stimmen helfen. In Pattensen sind es rund 150, in Hemmingen 136.

Ein Selbstläufer ist die Suche nach Ehrenamtlichen insbesondere bei Kommunalwahlen nicht. "Generell nimmt die Bereitschaft, sich für ein Wahlehrenamt zur Verfügung zu stellen, ab", sagt Pattensens Stadtsprecherin Renate Riedel. "Darüber hinaus beteiligen sich bei anderen Wahlen viele Rats- und Ortsratsmitglieder als Wahlhelfer." Bei der anstehenden Wahl dürfen sie dies jedoch nicht, falls sie erneut kandidieren. Hinzu kommt: Weil mehr Stimmen auszuzählen sind - gewählt werden Räte, Ortsräte und Regionsversammlung - sind auch mehr Helfer gefragt. In Laatzen etwa sind es pro Wahllokal acht statt sechs, in Hemmingen acht statt sieben Personen.

Immerhin können die Kommunen auf einen Stamm an Ehrenamtlichen zurückgreifen. Dazu zählen einerseits städtische Bedienstete, andererseits aber auch Vertreter der Parteien vor Ort. "Das ist im Wahlrecht so vorgesehen und soll nicht zuletzt Transparenz bei der Durchführung der Wahl gewährleisten", sagt Riedel. In Laatzen sind nach Verwaltungsangaben bislang rund die Hälfte der Listen voll. Falls sich nicht genügend weitere Ehrenamtliche finden, haben die Städte die Möglichkeit, Landesbedienstete zu verpflichten oder aber die Bürger direkt anzuschreiben. Wer sich dem verweigert, kann dies nur mit "gewichtigen Gründen", sagt Laatzens Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Grundsätzlich sei jeder in der Pflicht.

Zwangsverpflichtungen oder verhängte Ordnungsgelder gab es allerdings noch nie - weder in Laatzen, noch in Hemmingen oder Pattensen. 

So werde ich Wahlhelfer

Als Wahlhelfer betätigen können sich alle Bürger, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und in der jeweiligen Kommune wahlberechtigt sind. Als Anerkennung erhalten die Freiwilligen eine Entschädigung in Höhe von 25 Euro. Am Wahltag treffen sich alle Wahlvorstände morgen zwischen 7.30 und 8 Uhr, um über die Einteilung der beiden Schichten zu sprechen, die etwa um 13 Uhr wechseln. Um 18 Uhr kommen dann alle Wahlhelfer erneut zusammen, um die Stimmen auszuzählen.

Interessierte melden sich im Laatzener Bürgerbüro unter Telefon (0511) 8205-5555 oder -3206. Anmeldungen sind auch per Online-Formular im Internet auf laatzen.de möglich. In Hemmingen nimmt die Stadt unter (0511) 4103-116 oder per E-Mail an sabine.hanje@stadthemmingen.de Meldungen entgegen, in Pattensen unter (05101) 1001-310 oder per Mail an klueger@pattensen.de.

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