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Bald mehr Tempo-30-Zonen? Städte warten ab

Laatzen/Hemmingen/Pattensen Bald mehr Tempo-30-Zonen? Städte warten ab

Das Bundesverkehrsministerium will die Einführung von Tempo-30-Zonen erleichtern. In den Rathäusern Laatzens, Hemmingens und Pattensens werden die Pläne begrüßt. Ob sie allerdings konkrete Änderungen mit sich bringen, hängt von den genauen Bestimmungen ab.

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Seit Jahren bemühen sich Laatzener Kommunalpolitker darum, auf der Wülferoder Straße Tempo 30 einzuführen. Ob die Gesetzeslockerung etwas verändern könnte, ist fraglich.

Quelle: Dorndorf

Laatzen/Hemmingen/Pattensen. Vor allem vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen und Krankenhäusern soll es künftig leichter sein, Tempo 30 anzuordnen. Bislang war dies zumindest auf Hauptverkehrsstraßen nur bei erwiesenen Unfallschwerpunkten möglich.

Bei der Stadt Hemmingen rennt der Bund damit offene Türen ein. "Wir verfolgen diesen Ansatz seit Jahren", sagt Stadtsprecherin Alexandra Jäger. Die Stadt habe bereits überall, wo es in eigener Zuständigkeit lag, Tempo 30 vor sensiblen Einrichtungen eingeführt. Bei Straßen etwa der Region sei ein Tempolimit jedoch nicht immer gelungen. "Einige Anträge, zum Beispiel die Ihmer Straße in Hiddestorf betreffend, wurden abgelehnt", ergänzt Jäger. Ob dort nun angesichts der Neuregelung Tempo 30 eingeführt werden kann, liege nicht in Zuständigkeit der Stadt.

Auch im Pattenser Rathaus begrüßt man die Neuregelung - es gebe einige Straßen, auf denen ein Tempolimit mehr Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer bringen würde. "Zurzeit bleibt allerdings abzuwarten, wie die neue Regelung im Detail gefasst wird", sagt Fachbereichsleiter Jörg Laszinski.

Ähnlich sieht es die Laatzener Verwaltung: Schon jetzt gelte vor sämtlichen Kitas, Schulen und Seniorenheimen im Stadtgebiet Tempo 30. "Von daher bringt uns diese begrüßenswerte Neuerung gar nichts", sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann - zumindest dann, wenn die Regelung entsprechend beschränkt wird. "Wir müssen allerdings sehen, wie die Gesetze und Verwaltungsvorschriften genau aussehen", ergänzt Brinkmann. Erst dann lasse sich beispielsweise prüfen, ob beispielsweise an der Wülferoder Straße Tempo 30 durchsetzbar sei. Bislang waren entsprechende Vorstöße am Widerstand der zuständigen Region gescheitert.

Von Johannes Dorndorf

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