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Städte erwarten Kita-Streiks

Hemmingen/Laatzen/Pattensen Städte erwarten Kita-Streiks

In den städtischen Kindertagesstätten drohen nach den Ferien erneut Streiks. Noch immer ist unklar, wann der Streik genau beginnt. Fest steht nur: Die Gewerkschaften haben den Schlichterspruch im Kita- Tarifkonflikt abgelehnt. Gerechnet wird mit einem Streikbeginn ab Ende September oder Anfang Oktober.

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Kitastreik an der Kita Rut-Bahlsen-Zentrum im Heideviertel

Quelle: Marta Krajinovic (Symbolfoto)

Laatzen. „Hemmingen setzt auf das bereits in der jüngsten Streikphase bewährte Prinzip“, erläutert Fachbereichsleiterin Walburga Gerwing. Das bedeutet: Notgruppen bilden, Tagesmütter einsetzen und Kita-Räume zur Betreuung durch Eltern öffnen. Im Juni waren Eltern in Arnum kurz davor, die Betreuung in der Kindertagesstätte Arnum II am Laubeichenfeld zu übernehmen. Die Einrichtung mit 58 Plätzen wurde komplett bestreikt. Einige wenige Mütter aus Arnum haben mittlerweile ihre Kinder wegen des drohenden Streiks in eine andere Einrichtung gegeben, in der absehbar ist, dass dort, wenn überhaupt, nur einzelne Mitarbeiterinnen streiken werden. Gerwing sagt, die Stadt werde unter anderem über ihre Internetseite und die Medien über die Folgen des Streiks informieren. Gegebenenfalls seien Kinder aus bestreikten Einrichtungen in Gruppen in anderen Stadtteilen unterzubringen.

Bei einigen Kindern könnte dies dann das dritte Mal in diesem Jahr sein. Sie waren schon während der ersten Streikphase in fremden Einrichtungen und zurzeit in den Sommerferien, da die Hälfte der Einrichtungen geschlossen ist. Werden die Gruppen durch Flüchtlingskinder voller sein als noch vor wenigen Monaten? Gerwing erläutert, ihre Zahl wirke sich nach ersten Einschätzungen nicht gravierend aus. Im Krippenbereich gebe es sogar zurzeit keinen Bedarf. „Wir sind aber gerade dabei, sämtliche Zahlen zusammenzustellen.“

In Laatzen, wo nach dem Streik im Frühjahr rund 250 Menschen - größtenteils Eltern und Kinder sowie Erzieher - vor dem Rathaus protestierten, hatte die Verwaltung zuletzt ebenfalls die Öffnung einzelner Kitas für Elternbetreuung unter bestimmten Voraussetzungen in Aussicht gestellt. Auch wurden Pläne für die mögliche Fortsetzung des Ausstandes ausgearbeitet, die unter anderem die Vergabe der begehrten Notgruppenplätze regeln. Die Stadt sei vorbereitet, betonte ihr Sprecher Matthias Brinkmann, doch werde sie trotz dieser Maßnahmen „die Härten nicht zu 100 Prozent abfedern können“.

Pattensen kann dem erwarteten Streik in städtischen Einrichtungen gelassen entgegensehen. Die Betreuung in den dortigen Kindertagesstätten haben freie Träger übernommen.

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