Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -4 ° Nebel

Navigation:
Laatzen - die Bronx von Hannover?

Laatzen-Mitte Laatzen - die Bronx von Hannover?

Laatzen aus der Sicht eines Hannoveraners - das der Ort, an dem Biber auf Betonburgen treffen und das Woodstock-Gelände des 21. Jahrhunderts liegt. Mit einer launigen Rede hatte Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok beim Politischen Aschermittwoch der SPD die Lacher auf seiner Seite.

Voriger Artikel
Ließ Fettpfropf Schmutzwasserkanal überlaufen?
Nächster Artikel
Papst-Reliquie kommt nach Laatzen

Stefan Schostok spricht beim Politischen Aschermittwoch der SPD Laatzen im Erich-Kästner-Schulzentrum.

Quelle: Dorndorf

Laatzen-Mitte. Es war der am besten besuchte Aschermittwoch der Laatzener SPD seit Jahren: Rund 150 Gäste trafen sich am Mittwoch im frisch sanierten Forum des Erich-Kästner-Schulzentrums und erlebten mit Hannover OB Schostok einen Redner, der mit pointierter Sicherheit den Grat zwischen gepflegter Beleidigung und Humor beschritt. Der Titel bot dafür eine Steilvorlage: "So sieht die Landeshauptstadt ihre Nachbarin Laatzen".

Er habe vor seinem Besuch mal herumgefragt, was die Leute so über Laatzen wüssten, sagte Schostok. "Ach so, klar, Laatzen, das ist die Bronx von Hannover", habe es da geheißen. Oder: "Das ist da, wo Biber und Betonburg sich treffen." Auf jeden Fall aber sei Hannover dem Nachbarn zum Dank verpflichtet: Denn 1671 habe ja Herzog Georg von Lüneburg dem Herzog Johann Friedrich von Calenberg die drei Dörfer Laatzen, Wülfel und Döhren geschenkt. Aus einem Grund, der die Herzen in Hannover noch heute höher schlagen lässt: "Weil Ihr geholfen habt, die Stadt Braunschweig einzunehmen."

Und dann gab's ja noch den großen Stadtdirektor Erich Panitz. "Da musste man sich als Oberstadtdirektor Hannovers schon die Hilfe eines Landesinnenministers hinzuziehen, damit man überhaupt eine Chance gegen ihn hatte." Panitz habe verhindert, sich eingemeinden zu lassen, und es geschafft, zum Mittelzentrum zu werden und mit dem Leine-Center sogar den hannoverschen Einzelhandel in die Enge zu treiben. "Das ist wirklich eine starke politische Leistung."

Nach diesem kurzen lobhudelischen Exkurs gab's bald die nächste allergene Pointe - die Wegnahme des Messegeländes, das zu Hannover geschlagen wurden. Ist da eine Wiedergutmachung fällig? "Ihr habe vergessen, dass die schon geleistet wurde", scherzte Schostok. Zur Expo sei schließlich nur wegen der Laatzener das 10-Mark-Abendticket entwickelt worden. "Die Millionen-Besucherzahlen sind nur aufgrund des massiven Einsatzes der Laatzener zusammengekommen", witzelte Schostok. Ach ja, und die Stadt habe Weltformat. Der Park der Sinne sei "das Woodstock-Gelände des 21. Jahrhunderts" und der Name der Stadt dank des umweltpolitisch rührigen Bundestagesabgeordneten Matthias Miersch "weltbekannt". "Laatzen verortet man irgendwo zwischen Lima, Paris und Peine". Vielleicht fällt da ja ein Teil dieses Ruhms auf den OB der Nachbarstadt ab.

doc6oe6jcswo49zih6pc5w

Fotostrecke Laatzen: Laatzen - die Bronx von Hannover?

Zur Bildergalerie

Von Johannes Dorndorf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6sm4a1uz68yn2aqscj1
Stehende Ovationen zum Finale der "Böhmischen"

Fotostrecke Laatzen: Stehende Ovationen zum Finale der "Böhmischen"